Bon Jovi in Bern

Gestern in Bern kurz Bon Jovi gesehen … Das war in erster Linie ein totaler Verkehrskollaps.

Natürlich auch, weil am Gotthard ein Felssturz war. Wir brauchten von Basel bis Bern viereinhalb Stunden. Wir hörten gerade noch das letzte Lied und die Zugaben. Und dann wieder zurück in den Stau. Zum Glück hörten wir vor und nach dem Konzert viel Bon Jovi auf DRS3. Irritierend einfach, dass zwar immer Verkehrsmeldungen kamen, aber nie ein Trost für die Steckengebliebenen. Aber ich habs nicht bereut. Eindrücklich immer wieder, wie man die Massen mobilisieren kann. Auch ich höre ja gern Bon Jovi, aber er ist halt schon irgendwie stromlinienförmig. Die Melodien sind extrem eingängig. Warum trägt er eigentlich diesen merkwürdigen Uniformkittel mit Abzeichen (in der Schweiz wäre er Adjutant Unteroffizier). Ich denke, er signalisiert damit gleichzeitig Militarismus und Pazifismus. Auch seine Texte sind interessant. Wenn einer ein Lied mit dem Titel „Have a Good Day“ schreibt (und auch eine ganze Tour danach benennt), dann beabsichtigt er damit, dass in Zukunft alle Leute, wenn sie sich „Have a good day“ wünschen, an Bon Jovi denken. Das hat doch irgendwie etwas Imperialistisches, oder? Er ist halt letztlich ein patriotischer Ami, wie Dylan der z.B. in Budokan sang, wie wenn das Stadion voller Amis wäre. Aber so sind sie halt. Vielleicht haben wir ja zuwenig von diesem Patriotismus. Aber er ist alles in allem ein netter Junge, man kann ihm einfach nicht böse sein.

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