Schweiss und Nägel

SchlossPantalone trinkt sehr wenig Wein. Gestern in Brig, im Restaurant Simplon, sagte er deshalb nach einer Weile, er wolle nur noch Wasser. – Das gibt rostige Schuhe, sagte drauf die Serviererin.

Die Serviererin erhält dafür den eisernen Pantalone mit Trinkgeld. Warum? Weil das einerseits ein wunderbares Sprachspiel ist, weil es aber andererseits beim Googlekegeln die Traumpunktzahl von 9’986’400’000’000 erhält. Das ist saugut.

Wie Googlekegeln geht: Zwei Wörter nehmen, sehen, wie oft sie einzeln bei Google gefunden werden und dann schauen, wie oft das Wortpaar gefunden wird. Die beiden Einzelsuchresultate multiplizieren und durch das Wortpaarsuchresultat dividieren. „Schuhe“ wird 34’200’000 mal gefunden, „rostige“ 145’000 mal. „rostige Schuhe“ gibts nur 1 mal. – Jetzt zwei mal.

(Den Begriff des Googlekegelns hat Pantalone übrigens aus Jochen Wegner: „Warum immer ich? Schicksal. Eine Betriebsanleitung“, S. 42.)

Elsässische Ordnungskraft jagt Autofahrer wie Kuh!

trauben_kl.jpgPantalone möchte sich hier saisongerecht mit dem traditionellen Weihnachtsgruss befassen. Er kommt mündlich, fernmündlich, elektronisch, kartoniert oder als veritabler Brief. Er soll ein wenig aus dem Leben der Absenderin erzählen und ein wenig nach dem Befinden der Empfängerin fragen. Er soll von kleinen Wundern berichten und kann bei Bedarf auch ein oder zwei mittlere Übel beklagen. Beispielhaft möchte Pantalone aus dem Weihnachtsbrief des renommierten Winzers Seppi Landmann aus Soultzmatt zitieren. Sein Brief umfasst 4000 Zeichen, eine gargantueske Dimension, die nur wahren Meistern des Weihnachtsgrusses zu empfehlen ist, zu denen Seppi zweifellos gehört. – Wir zitieren aus dem fruchtigen, bitter-süssen Abgang: „Elsässische Ordnungskraft jagt Autofahrer wie Kuh!“ weiterlesen