Der Görpsler

Den diesjährigen Fasnachts-Pantalone in Gold erhält der Görpsler. Pantalone traf ihn an einer gediegenen kleinen Vorfasnachtsfeier. Der Görpsler war 53 Mal als Einzelmaske an der Basler Fasnacht unterwegs. Er setzte Sujets um, trug sie drei Tage lang durch die Stadt und präsentierte sie vor dem hohen Fasnachts-Comité.

Der Görpsler erzählt: Als Siebzehnjähriger habe er 1936 begonnen. In Garmisch-Partenkirchen fand im Februar die Winter-Olympiade statt, wo ein Schweizer Schütze einen roten Ballon verfehlte, am 2. März zog der Görpsler als Schütze mit rotem Ballon durch die Freie Strasse. Nach dem Krieg dann, seien in der Strafanstalt Witzwil renitente Gefangene in Wolldecken eingewickelt worden. Der Görpsler wickelte sich ebenfalls in eine Wolldecke und trug ein Ortsschild: Witzwil.

Das letzte Sujet des Görpsler: Damals, als auf den Mustermesse-Plakaten eine schwangere Frau zu sehen war, ging der Görpsler als junge Mutter mit Kinderwagen und Windeln (für über hundert Franken) an die Fasnacht.

Einmal hatte der Görpsler während der Fasnacht den Türenschletzer. Dieses eine Mal begleitete ihn seine Frau (obwohl sie Zürcherin ist). Gerne hätte er bei einer Clique mitgemacht, aber keine wollte ihn, weil er als Telegraph arbeitete und unregelmässige und unberechenbare Arbeitszeiten hatte.

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