M.M.s Geheimnis

Pantalone hat lange gezögert. Nachdem er nun aber in „10 vor 10“ gesehen hat, dass sich Polo mit dem Boss vergleicht („Er konnte sich nach seiner ersten Platte eine Ranch kaufen, ich konnte endlich meine Miete bezahlen.“), ist eine grosse Zuversicht über ihn gekommen. Doch, Pantalone darf sich vergleichen – und zwar mit M.M.!

Woher nimmt dieser Mann M.M seine Energie? Pantalone hat seinen letzten Blog-Eintrag vor 48 Tagen geschrieben, M.M. bloggt mehrmals täglich. Nun macht M.M.s Blog Sommerpause. Und was macht M.M.? Er schreibt einen Ferienblog, den die „Weltwoche“ sponsert. Das gibt Pantalone nun doch ein wenig Ansporn, und er schickt sich an, M.M.s Geheimnis zu ergründen. Er liest den Titel von Richard David Prechts vielgerühmtem Werk „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ und er will das Buch nicht lesen, weil er Bücher nicht mag, die ihr ganzes Geheiminis schon im Titel preisgeben.

Ganz nebenbei jedoch lüftet dieser Titel auch das Geheimnis um Pantalone und M.M. Pantalone erkennt, dass in ihm eine ganz strenger Boss und ein ganz störrischer Angestellter steckt. Der Boss will immer etwas und der Angestellte will immer etwas anderes – vor allem, wenn es so heiss ist. Dadurch entsteht im inneren Team – diesen Ausdruck hat Pantalone übrigens von Friedemann Schulz von Thun ausgeliehen – entsteht im inneren Team eine Missstimmung, die sowieso jegliche zielgerichtete Aktivität im Keime erstickt.

Ganz anders ist das bei M.M. Es haust in ihm ein strenger Chef und ein sehr williger Angestellter. Fast ein wenig unterwürfig. Harmonie herrscht im inneren M.M.-Team und sofort entsteht dieser gewaltige Output. Wir haben das schon geahnt, damals am 1. Mai, als M.M.s Angestellter (oder war es der Boss?) in Facebook verkündete, er benutze den Tag der Arbeit zum Arbeiten (seit 8 Uhr). Pantalones Angestellter benutzte diesen Tag zum Ausschlafen.

So, und jetzt bräuchten wir nur noch ein schönes Happy End. Aber Pantalones Angestellter sitzt bereits wieder vor dem Fernseher und nippt kühle Getränke. Und der Boss schafft das alleine nicht.

2 Gedanken zu „M.M.s Geheimnis“

  1. In der Ich-AG herrscht halt nicht immer Harmonie. Der Kader-Kopf versucht seinen Bauch-Angestellten zwar mit Management-Tricks zu steuern, aber ohne den Bauch gibt’s im Kopf nur Rauch. Krill hat es einfach: Er stürzt sich kopflos ins Abenteuer.

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