Maschinen unter sich

 

cockpit

 

Vor etwa 20 Jahren sah Pantalone zum ersten Mal einen sogenannten Flugsimulator auf dem PC eines Kollegen. Die Grafik war noch sehr einfach, die Illusion gar nicht perfekt. Das Tollste an diesem Flugsimulator, erklärte der Kollege, sei, dass er einen Autopiloten habe.

Der Kollege startete den Flugsimluator und schaltete den Autopiloten ein. Dann simulierte sein Computer selbsttätig einen Flug nach –  sagen wir – London. Mein Kollege konnte in der Zwischenzeit die Kinder ins Bett tun, das Geschirr abwaschen und ein wenig fernsehen. Der Computer spielte indessen mit sich selbst Flugsimulator und landete sanft in London. Mein Kollege musste überhaupt nichts tun. Die Maschine spielte mit sich selbst.

Heute hat der Kollege einen Harddisk-Videorekorder mit einer Aufnahmekapazität von 200 Stunden. Die Kinder sind aus dem Haus, die Frau auch, die Katze ist geblieben. Der Kollege muss nach dem Nachtessen nur kurz das Programmheft ansehen und alle interessanten Sendungen mit ShowView programmieren, dann schaut der Harddisk-Videorekorder den ganzen Abend für ihn fern und der Autopilot fliegt selbsttätig nach London und mein Kollege kann sich anderen Aufgaben widmen, kann Briefe schreiben oder Bücher lesen …

Ein Gedanke zu „Maschinen unter sich“

  1. Ich bin sogar vom Programmieren abgekommen – habe mir auferlegt, zuerst den konservierten Video-DVD-Vorrat zu konsumieren. Und ich habe mich auch vom schlechten Gewissen gelöst, Sendungen verpasst zu haben.

    Google Earth ist fast wie ein Flugsimulator – aber eine Katze, die hätte ich gerne …

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