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	<title>Pantalones Poetik &#187; aktuell</title>
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		<title>Missionar in seichtem Gewässer</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 15:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Charles Lewinsky: Pantalone wusste schon lange, dass er einer der besten Stilisten und Pointensetzer in Venedig ist. Misstrauisch machte aber die Tatsache, dass er sich gern in sehr seichten Gewässern tummelte (Er schrieb Sitcoms: &#8220;Fascht e Familie&#8221; unter anderem) und dass er eine Schlüsselfigur in der Zürcher Unterhaltungs-Oligarchie war. Aber er schrieb auch &#8220;Melnitz&#8221;. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Lewinsky: Pantalone wusste schon lange, dass er einer der besten Stilisten und Pointensetzer in Venedig ist. Misstrauisch machte aber die Tatsache, <span id="more-683"></span>dass er sich gern in sehr seichten Gewässern tummelte (Er schrieb Sitcoms: &#8220;Fascht e Familie&#8221; unter anderem) und dass er eine Schlüsselfigur in der Zürcher Unterhaltungs-Oligarchie war. Aber er schrieb auch &#8220;Melnitz&#8221;. Als er, bejubelt von Roger Köppel, einen Fortsetzungsroman für die Weltwoche zu schreiben begann, liess ihn Pantalone definitiv geistig fallen.</p>
<p>Nun ist er wieder ganz oben in Pantalones Achtung! -  Mit seinem Essay im Tages-Anzeiger <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Jetzt-muessen-wir-sogar-Koeppels-triumphierende-Ironie-schlucken/story/10202730" target="_blank">(&#8220;Ein Gespenst geht um in der Schweiz. Das Gespenst heisst Eidenbenz&#8221;</a>) vom 3. Dezember verdient er sich den Silbernen Pantalone mit Meerblick. Er hat in diesem Text ein grosses Coming-out: Er schrieb diesen Fortsetzungsroman &#8220;Doppelpass&#8221; mit dem Populismusopfer Eidenbenz für die Weltwoche in missionarischer Absicht, weil er sie für das Leibblatt aller Populismusopfer hält, und den Verleger und Chefredaktor Roger Köppel für ihren Oberdemagogen. Im Tages-Anzeiger greift Lewinsky seinen Verehrer Köppel frontal an. Wir warten gespannt auf die Replik.</p>
<p>Pantalone hofft, Andreas Thiel (mit seiner mageren Weltwoche-Kolumne), Beat Schlatter (mit seinem peinlichen Auftritt für Schweizer Fleisch) und Massimo Rocchi (mit seiner Rettungskampagne für Cablecom) führen Ähnliches im Schilde.</p>
<p>Aber nun wird Pantalone schon wieder nachdenklich: Ist dieser Essay womöglich nur eine hinterhältige Werbekampagne für Lewinskys Fortsetzungsroman &#8220;Doppelpass&#8221;, der in diesen Tagen auf den Markt kommt? &#8211; 57.45 Prozent finden den Roman wegen der Weltwoche gut, und die restlichen 42.55 Prozent nun wegen dieses Essays? &#8211; Nein, wir lassen Lewinsky den silbernen Pantalone und denken diesen Gedanken nicht zu Ende.</p>
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		<title>M.M.s Geheimnis</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 22:26:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pantalone hat lange gezögert. Nachdem er nun aber in &#8220;10 vor 10&#8243; gesehen hat, dass sich Polo mit dem Boss vergleicht (&#8220;Er konnte sich nach seiner ersten Platte eine Ranch kaufen, ich konnte endlich meine Miete bezahlen.&#8221;), ist eine grosse Zuversicht über ihn gekommen. Doch, Pantalone darf sich vergleichen &#8211; und zwar mit M.M.! Woher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pantalone hat lange gezögert. Nachdem er nun aber in &#8220;10 vor 10&#8243; gesehen hat, dass sich Polo mit dem Boss vergleicht (&#8220;Er konnte sich nach seiner ersten Platte eine Ranch kaufen, ich konnte endlich meine Miete bezahlen.&#8221;), ist eine grosse Zuversicht über ihn gekommen. Doch, Pantalone darf sich vergleichen &#8211; und zwar mit M.M.!<span id="more-598"></span></p>
<p>Woher nimmt dieser Mann M.M seine Energie? Pantalone hat seinen letzten Blog-Eintrag vor 48 Tagen geschrieben, M.M. bloggt mehrmals täglich. Nun macht M.M.s Blog Sommerpause. Und was macht M.M.? Er schreibt einen <a href="http://bonumiter.blogspot.com/" target="_blank">Ferienblog</a>, den die &#8220;Weltwoche&#8221; sponsert. Das gibt Pantalone nun doch ein wenig Ansporn, und er schickt sich an, M.M.s Geheimnis zu ergründen. Er liest den Titel von Richard David Prechts vielgerühmtem Werk &#8220;Wer bin ich &#8211; und wenn ja wie viele?&#8221; und er will das Buch nicht lesen, weil er Bücher nicht mag, die ihr ganzes Geheiminis schon im Titel preisgeben.</p>
<p>Ganz nebenbei jedoch lüftet dieser Titel auch das Geheimnis um Pantalone und M.M. Pantalone erkennt, dass in ihm eine ganz strenger Boss und ein ganz störrischer Angestellter steckt. Der Boss will immer etwas und der Angestellte will immer etwas anderes &#8211; vor allem, wenn es so heiss ist. Dadurch entsteht im inneren Team &#8211; diesen Ausdruck hat Pantalone übrigens von Friedemann Schulz von Thun ausgeliehen &#8211; entsteht im inneren Team eine Missstimmung, die sowieso jegliche zielgerichtete Aktivität im Keime erstickt.</p>
<p>Ganz anders ist das bei M.M. Es haust in ihm ein strenger Chef und ein sehr williger Angestellter. Fast ein wenig unterwürfig. Harmonie herrscht im inneren M.M.-Team und sofort entsteht dieser gewaltige Output. Wir haben das schon geahnt, damals am 1. Mai, als M.M.s Angestellter (oder war es der Boss?) in Facebook verkündete, er benutze den Tag der Arbeit zum Arbeiten (seit 8 Uhr). Pantalones Angestellter benutzte diesen Tag zum Ausschlafen.</p>
<p>So, und jetzt bräuchten wir nur noch ein schönes Happy End. Aber Pantalones Angestellter sitzt bereits wieder vor dem Fernseher und nippt kühle Getränke. Und der Boss schafft das alleine nicht.</p>
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		<title>Bocaine 2008</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 01:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pantalone hat Doc S. den kleinen Finger gereicht, jetzt will er natürlich die ganze Hand: Hat auch Vorteile, muss Pantalone nicht schreiben. Zum Beispiel über www.pantalone.com: sterben ohne Sorgen. Apropos sterben: Haben Sie die Nachrufe auf Johannes Mario Simmel gesehen? Die Kritiker unterhalten sich allen Ernstes immer noch über ernste und unterhaltende Literatur. Pantalone hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pantalone hat Doc S. den kleinen Finger gereicht, jetzt will er natürlich die ganze Hand: Hat auch Vorteile, muss Pantalone nicht schreiben. Zum Beispiel über <a href="http://www.pantalone.com" target="_blank">www.pantalone.com</a>: sterben ohne Sorgen. Apropos sterben: Haben Sie die Nachrufe auf Johannes Mario Simmel gesehen? Die Kritiker unterhalten sich allen Ernstes immer noch über ernste und unterhaltende Literatur. Pantalone hat JMS immer sehr gern gelesen, ihn dann aber vor etwa vierzig Jahren aus den Augen verloren. Pantalone hat viel bei JMS gelernt, sehr gut gefielen ihm die erotischen Szenen, das war früher noch was. E- und U-Literatur, diese Sorgen möchte Pantalone mal haben. Apropos Sorgen: <em>Doc S. and the Hill Billies</em> mit ihrem Jahresrückblick in 72 Sekunden: <em>Bocain 2008</em></p>

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		<title>Drogerien</title>
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		<pubDate>Sun, 25 May 2008 12:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Drogerie Schneeberger in Arlesheim kosten fünf Liter entmineralisiertes Wasser CHF 7.50, in der Dropa Drogerie in Dornach CHF 13.50. Leute in pantalonischem Alter brauchen gelegentlich entmineralisiertes Wasser. Das hängt mit gewissen Gebrechen zusammen, die Pantalone jetzt hier nicht ausbreiten will. Pantalone kauft meist bei Schneeberger und zahlt regelmässig Fr. 7.50 für fünf Liter. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/05/drogerien.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-246" title="drogerien" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/05/drogerien.jpg" alt="drogerien" width="250" height="130" /></a></p>
<div><span style="font-size: x-small;">In der Drogerie Schneeberger in Arlesheim kosten fünf Liter entmineralisiertes Wasser CHF 7.50, in der Dropa Drogerie in Dornach CHF 13.50.<span id="more-247"></span></span></div>
<div><span style="font-size: x-small;">Leute in pantalonischem Alter brauchen gelegentlich entmineralisiertes Wasser. Das hängt mit gewissen Gebrechen zusammen, die Pantalone jetzt hier nicht ausbreiten will. Pantalone kauft meist bei Schneeberger und zahlt regelmässig Fr. 7.50 für fünf Liter. Dieselbe Menge desselben Produktes kostet in der Dropa Drogerie Dornach Fr. 13.50. Pantalone weist den Verkäufer auf den Preisunterschied von fast 100 Prozent hin. Schneebergers Preisschild hing noch an der Flasche.</span></div>
<div><span style="font-size: x-small;">Argumente des Verkäufers:</span></div>
<div></div>
<p><span style="font-size: x-small;"></p>
<ol>
<li>Es sind nicht 100 sondern nur 80 Prozent. &#8211; (Stimmt, Pantalone hat nachgerechnet.)</li>
<li>Schneeberger habe bei ihm die Lehre gemacht. Er, der Meister, habe recht.</li>
<li>Schneeberger, der Lehrling, mache einen Fehler. &#8211; (Pantalone kannte einst einen Radiodirektor, der immer sagte: &#8220;In unserem Hause gilt die Hierarchie der Argumente&#8221;, obwohl er eigentlich meinte: &#8220;In unserem Haus gilt das Argument der Hierarchie.&#8221; &#8211; In Drogerien scheint das nicht anders zu sein: Einmal Lehrling, immer Lehrling.)</li>
<li>Die Preise für Drogerie-Apotheken seien gebunden, er werde Schneeberger auf den Fehler hinweisen. - (Falls Schneeberger jetzt den Preis anpasst, ist das eine illegale Preisabsprache.)</li>
<li>Das tue ihm leid, aber er könne nichts machen. (Starke Argumente, denkt Pantalone, aber er wird trotzdem in Zukunft eher bei Schneeberger einkaufen.)</li>
</ol>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p></span></p>
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		<title>Trutziges Bauwerk abbauen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 10:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonnenweg, vor Pantalones Schlafgemächern ist ein trutziges Gemäuer entstanden. Die Meinungen dazu gehen auseinander. Falls es Ihnen missfällt, können Sie das Bauwerk hier virtuell abbauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2"><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/04/sonnenweg.jpg" alt="sonnenweg.jpg" />Am Sonnenweg, vor Pantalones Schlafgemächern ist ein trutziges Gemäuer entstanden. Die Meinungen dazu gehen auseinander. Falls es Ihnen missfällt, können Sie das Bauwerk hier virtuell abbauen.<font size="2"> </font></font><font size="2"><span id="more-231"></span></font><font size="2"></p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ICtf7fePX9s"></param> <embed src="http://www.youtube.com/v/ICtf7fePX9s" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p></font></p>
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		<title>&#8230; und wieder aufbauen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 09:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pantalone macht es hier wieder einmal allen recht: Wenn Ihnen das Bauwerk gefällt, können Sie es hier wieder aufbauen. Die fehlende Sonne liefert übrigens der Soundtrack.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-233" href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/?attachment_id=233" title="sonnenweg01.jpg"><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/04/sonnenweg01.jpg" alt="sonnenweg01.jpg" /></a><font size="2">Pantalone macht es hier wieder einmal allen recht: Wenn Ihnen das Bauwerk gefällt, können Sie es hier wieder aufbauen. Die fehlende Sonne liefert übrigens der Soundtrack.</font><font size="2"><span id="more-234"></span></p>
<p></font></p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/oet7CXummFY"></param> <embed src="http://www.youtube.com/v/oet7CXummFY" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object></p>
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		<title>Ist die Swisscom aufgewacht?</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Mar 2008 00:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Wir sind da für Sie! &#8211; Der neue Slogan von Swisscom. Da bleibt Pantalone die Luft weg. Soll er weinen, soll er lachen. Er wollte das ja alles nicht breittreten, aber jetzt hat er keine andere Wahl. Wir reden nicht über dieses E-Mail an den Bluewin-Kundendienst vor vierzehn Tagen; Reaktion: Zero. Wir reden auch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2"><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/03/logo_swisscom.gif" alt="logo_swisscom.gif" /><font size="3"> </font>Wir sind da für Sie! &#8211; Der neue Slogan von Swisscom. Da bleibt Pantalone die Luft weg. Soll er weinen, soll er lachen. Er wollte das ja alles nicht breittreten, aber jetzt hat er keine andere Wahl. </font><font size="2"><span id="more-225"></span></font><font size="2"> </font><font size="2"><font size="2">Wir reden nicht über dieses E-Mail an den Bluewin-Kundendienst vor vierzehn Tagen; Reaktion: Zero. Wir reden auch nicht über diese alte Geschichte, als Pantalone sein Privattelefon auf einen konkurrierenden Anbieter umschreiben lassen wollte. Der Antrag lag vier Wochen bei der Swisscom. Nach mehrfacher Reklamation (jeder 50. Anruf ein Treffer) erhielt Pantalone seinen Antrag zurück, mit dem Hinweis, man vermute, die Unterschrift sei gefälscht (Wir sind für Sie da!).</font></font><font size="2"> </font><font size="2"><font size="2">Stimmt, das ist alles alter, abgestandener Kaffee. </font><font size="2">Nein, wir reden über die Sache mit dem neuen Telefonanschluss in Pantalones Büro, die sich zu Anfang letzten Jahres ereignete: Neuer Telefonanschluss. Nicht immer, aber immer öfter: Die Verbindung bricht ab. Mitten in unwichtigen Gesprächen. Mitten in wichtigen Gesprächen. Da war dann alles ruhig und gar nichts mehr zu machen. Mobiltelefon? Funktioniert nicht in Pantalones Büro (Im Prinzip nicht tragisch, man hat ja Festnetz, wenn die Verbindung nicht gerade zusammengebrochen ist). Internet? Funktionierte manchmal, dann half skype. Internet funktionierte aber auch oft nicht. Und Pantalone musste aus dem Büro rennen und seine aufgebrachten Kunden aus der Telefonkabine besänftigen.</font><font size="2"> </font><font size="2">Es dauerte drei Wochen. </font></font><font size="2"><font size="2">Der ortsansässige Installateur verwarf die Hände: Ob Pantalone nicht einen Mitarbeiter der Swisscom persönlich kenne, der könne vielleicht intern weiterverbinden, und das sei der beste Weg, um bei der Swisscom eine Ansprechperson an die Strippe zu bekommen (Wir sind für Sie da!). Pantalone konnte leider nicht helfen. Der ortsansässige Installateur nutzte seine vielfältigen Beziehungen und erreichte schliesslich die Swisscom, aber die wollte mit der wackligen Verbindung nichts zu tun haben. </font></p>
<p></font><font size="2">Der Installateur wechselte alles aus: Das Telefon, den Stecker, die Leitung, den Internet-Splitter. Pantalone hätte er auch gern ausgewechselt und Pantalone hätte gern den ortsansässigen Installateur ausgewechselt und beide hätten gern die Swisscom ausgewechselt. Ging aber nicht. </font><font size="2">Und es dauerte, und Pantalone telefonierte aus der Kabine. Als alles ausgewechselt war, tauchte der Installateur ab, er hatte keine Freude mehr am Leben. Pantalone nötigte ihn nochmals den Kontakt mit der Swisscom zu suchen. Weitere drei Tage später kam dann tatsächlich ein Swisscom-Mann. Es liege zwar sicher nicht an der Swisscom, aber er könne noch etwas probieren. Er müsse jetzt das Telefon (höchstens) 45 Minuten lang abschalten, und nachher könnte möglicherweise alles wieder gut sein. Geistesgegenwärtig fragt Pantalone den Swisscom-Mann nach seiner Handynummer. Die könne er nicht geben, meinte dieser, aber es gebe eine allgemeine Nummer, über die er erreichbar sei (Wir sind für Sie da!). Pantalone lenkt ein.</font><font size="2"> </font><font size="2">Das Telefon schweigt sechs Stunden lang. Allgemeine Nummer der Swisscom (aus der Kabine angerufen): ein freundlicher Automat kann nicht weiter helfen. Dann kommt wieder der Swisscom-Mann, ja, da sei tatsächlich ein Problem mit einer Swisscom-Schaltung gewesen, nun funktioniere alles. Es funktioniert tatsächlich. Der Mann erwartet Dank und erntet Wut. Aber Pantalone erkennt: Der arme Swisscom-Mann kann ja wirklich nichts dafür. Auch der ortsansässige Installateur nicht. Seine Rechnung war zwar horrend, aber er hat höchstens die Hälfte seines Leerlaufs verrechnet.</font></p>
<p><font size="2">Und jetzt das: Wir sind für Sie da!  &#8211; Ist da jemand aufgewacht? &#8211; Wahrscheinlich nur ein paar Marketingleute und eine Werbeagentur.</font></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Irgendwie spitzwegig</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2007 17:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch Pantalone lebte einst in Hierarchien, hatte Menschen über sich und Menschen unter sich. Er hatte einen strengen aber gerechten Lehrmeister, der ihm eintrichterte: &#8220;Wenn du deinen Leuten etwas Unangenehmes mitzuteilen hast, tu&#8217;s an einem Montag. Wenn du jedoch eine gute Nachricht hast, verkünde sie am Freitag.&#8221; (Ja, lieber M.M., da staunen Sie: auch Pantalone [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" href="http://www.würth.ch/index.php?ext=1&amp;navID=183"><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/11/spitzweg.jpg" alt="spitzweg.jpg" /></a>Auch Pantalone lebte einst in Hierarchien, hatte Menschen über sich und Menschen unter sich. Er hatte einen strengen aber gerechten Lehrmeister, der ihm eintrichterte:</p>
<p><span id="more-207"></span>&#8220;Wenn du deinen Leuten etwas Unangenehmes mitzuteilen hast, tu&#8217;s an einem Montag. Wenn du jedoch eine gute Nachricht hast, verkünde sie am Freitag.&#8221; (Ja, lieber M.M., da staunen Sie: auch Pantalone war mit seinen Lehrmeistern per du und zwar gegenseitig).</p>
<p>Es war die Zeit, als die Chefs noch gerne per du waren mit ihren Leuten. Sie kommunizierten die Lohnerhöhungen per du und sie gaben ihnen den Schuh per du. Aber immer den Schuh am Montag und die Lohnerhöhung am Freitag. Pantalone weiss: Heute ist das alles anders, heute erfährt der Ospel schon aus der Sonntagspresse, dass er am Montag möglicherweise den Schuh kriegen wird.</p>
<p>In Pantalones hierarchischen Jahren war aber definitiv der Montag der risikoreichste Tag der Woche. An den folgenden Tagen sank das Risiko kontinuierlich bis Sonntag. Der aber endete regelmässig mit dem Sonntagabend-Blues, weil man zunächst ahnte und später genau wusste, dass die Woche wieder mit einem risikoreichen Montag beginnen würde.</p>
<p>Als Pantalone dann etwas ungebundener war, machte er sich daran, den Montag zu rehabilitieren. Er unternahm ab und zu an Montagen sehr schöne Dinge. Zum Beispiel Exkursionen in die Sauna nach Bad Bellingen oder 1. Klasse mit der S3 nach Porrentruy (wo die Kinder den Fremden auf der Strasse noch Bonjour sagen) und in Thierry Kaempfs boulangerie-pâtisserie.</p>
<p>An diesem heutigen wunderschönen Herbstmontag aber besuchte Pantalone die sehr empfehlenswerte Ausstellung <a target="_blank" href="http://www.würth.ch/index.php?ext=1&amp;navID=183">Von Spitzweg bis Baselitz im Forum Würth</a>. &#8211; Anschliessend kam ihm das ganze Arlesheimer Tal irgendwie spitzwegig vor:</p>
<p><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/11/herbst04.jpg" alt="herbst04.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/11/herbst05.jpg" alt="herbst05.jpg" /> </p>
<p><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/11/herbst02.jpg" alt="herbst02.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/11/herbst03.jpg" alt="herbst03.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/11/herbst06.jpg" alt="herbst06.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/11/herbst07.jpg" alt="herbst07.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/11/herbst011.jpg" alt="herbst011.jpg" /></p>
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		<title>Die Musik braucht die Schule nicht</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Sep 2007 20:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[gehört]]></category>

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		<description><![CDATA[Es mag paradox klingen, aber für die Jugend ist die Musik so wichtig, dass sie es nicht erträgt, wenn die Schule sich anschickt, die Musik für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Das ist die Krise der Schulmusik. Gestern war Pantalone in der Trotte. Es ging um die Initiative «jugend + musik» und es ging um Paul [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es mag paradox klingen, aber für die Jugend ist die Musik so wichtig, dass sie es nicht erträgt, wenn die Schule sich anschickt, die Musik für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Das ist die Krise der Schulmusik.</p>
<p><span id="more-198"></span></p>
<p>Gestern war Pantalone in der Trotte. Es ging um die Initiative «jugend + musik» und es ging um Paul Kurrus, der diese Initiative lanciert hat, und der im Oktober wieder in den Nationalrat gewählt werden will. Pantalone ging skeptisch an den Anlass: Musik ist so ein Allerweltsthema, wer hat denn etwas gegen Musik?</p>
<p>Aber der Abend war gut: Paul Kurrus hat bewiesen, dass er sich bescheiden zurückhalten und den Experten den Vortritt lassen kann, Anina Weber, der SP Shooting Star aus Münchenstein bewies ebenfalls Bescheidenheit. Und die Arleser FDP hat gezeigt, dass sie nicht nur aus Geld-, sondern auch aus Bildungsbürgern (positiv gemeint!) besteht, hoffentlich ein Omen für die bevorstehenden Gemeindewahlen.</p>
<p>Es gab Harfenmusik, schön, fein, aber auch ein wenig neckisch und stachlig. Pantalone wurde es warm ums Herz. Es gefiel ihm, denn schliesslich ist er überzeugt, dass die Musik die Grundlage jeder Poesie ist.</p>
<p>Schön auch, dass es diese Initiative gibt, und dass wir in den nächsten Monaten weiter über Musik diskutieren werden. Niemand ist gegen Musik, solange es nicht an die Resourcen geht, ans Geld und an die Zeit.</p>
<p>Zum Beispiel an die Schulzeit. Der Musikunterricht an den Schulen wird marginalisiert, ihr Gewicht in der LehrerInnenausbildung nimmt ab. Hector Herzig, der Präsident des Verbandes Musikschulen Schweiz, liess sich zur Aussage hinreissen, bei dieser mangelnden Musikerziehung müsse man sich nicht wundern, wenn die pubertierende Jugend &#8220;keine Affinität zur Musik&#8221; habe.</p>
<p>Da musste sich Pantalone eine kleine Intervention gestatten: In keinem Lebensalter ist die Affinität zur Musik grösser als in der Pubertät. Die Krise des Musikunterrichts hat ihre Ursache nicht darin, dass sich die Jugend nicht für Musik interessiert, im Gegenteil, Musik ist das wichtigste im Leben der Jugendlichen. Das war vielleicht schon in der Steinzeit so, heute ist es sicher so.</p>
<p>Merkwürdig findet Pantalone, dass es Leute gibt, die denken, die Musik sei auf die Schule angewiesen. Es mag paradox klingen, aber der Jugend ist die Musik so wichtig, dass sie es nicht erträgt, wenn die Schule sich anschickt, sie für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Pantalone ist überzeugt: so wichtig es ist, dass die Musik ihren Platz in der Primarschule hat, für SekundarschülerInnen muss Musik neben der Schule stattfinden, im Kollegenkreis, in der Talent Night im Poco Loco, im Bandkeller, auch in den Musikschulen, aber nicht in der Schule.</p>
<p>Die Musikschule tut gut daran, sich von der Schule zu distanzieren. In der Musikschule passiert nicht das gleiche wie in der Schule. Deshalb sind auch private Musikschulen (z.B. die Basler Musikwerkstatt) so beliebt und so erfolgreich. Die pubertierenden Jugendlichen suchen Musik und sie suchen Menschen, die sie in die Geheimnisse der Musik einweihen, aber sie suchen das alles nicht in der Schule.</p>
<p>Vielleicht braucht die Schule die Musik, die Musik braucht die Schule nicht. Die Musik braucht auch keine Lobby, aber die Lobby braucht offenbar die Musik. Pantalone ist natürlich für die Initiative, aber Musik ist nicht primär ein Schulthema. Es geht um Menschen und um Musik. Die Musikausbildung, das Musizieren, das Musikhören kann und muss auch und vor allem ausserhalb der Schule massiv gefördert werden.</p>
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		<title>Fussgängerquerverkehr, vortrittsberechtigt</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 17:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Shopping]]></category>

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		<description><![CDATA[Arlese hat nun also eine Begegnungszone. Das Fest gestern war wunderbar, das Wetter, die Sterne, die Würste, die Musik: Goldener Pantalone für Cla Nett und Roli Frei. Penta-Tonic sind glücklicherweise zu jung für einen Pantalone, sie erhalten einen goldenen Lelio. Goldene Wurst für Christoph Jenzer: Er hat das alles im Prinzip sehr gut gemacht, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/06/begegnungszone01.jpg" alt="begegnungszone01.jpg" /></p>
<p>Arlese hat nun also eine Begegnungszone. Das Fest gestern war wunderbar, das Wetter, die Sterne, die Würste, die Musik: Goldener Pantalone für <a href="http://www.music.ch/lazypoker/musicians/cnett.html" target="_blank">Cla Nett </a>und <a href="http://www.soulfuldesert.ch/" target="_blank">Roli Frei</a>. <a href="http://www.myspace.com/pentatonicband" target="_blank">Penta-Tonic</a> sind glücklicherweise zu jung für einen Pantalone, sie erhalten einen goldenen Lelio. Goldene Wurst für <a href="http://www.goldwurst.ch/" target="_blank">Christoph Jenzer</a>:</p>
<p><span id="more-156"></span>Er hat das alles im Prinzip sehr gut gemacht, aber warum sagt er in seiner Ansprache, man habe nun den Dorfkern für die Fussgänger geöffnet? Eigentlich hat man doch die Fussgängerzone für die Autos geöffnet. Wenn das nur kein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Newspeak" target="_blank">Newspeak</a> ist!</p>
<p>Folgende drei Regeln gelten in der Bewegungszone: Alle Verkehrsteilnehmer dürfen sich überall bewegen. Die Höchstgeschwindigkeit ist 20. Die Fussgänger haben immer Vortritt.</p>
<p>Pantalone gefällt das aus zwei Gründen: 1.) Die Regeldichte wird gelichtet. 2.) Die Starken lassen grosszügig die Schwachen vor.</p>
<p>Das ist nicht weniger als der gemeinsame Nenner von liberalem laissez-faire und sozialistischer Solidarität. Pantalone hofft, dass Politik und Wirtschaft diese Idee bald übernehmen, denn wo wenig Regeln sind, ist viel Kommunikation und Kreativität. Wo die Starken den Schwachen den Vortritt lassen, kann wirklich Neues entstehen. Das ist die zivilisatorische Grossleistung, an der unsere Vorfahren seit etwa 2000 Jahren mehr oder weniger erfolgreich arbeiten.</p>
<p>Die gute Idee ist da, jetzt muss sie noch umgesetzt werden. Bild 1 (oben) zeigt, dass an der Regeldichte noch gearbeitet werden muss.</p>
<p><img src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/06/begegnungszone02.jpg" alt="begegnungszone02.jpg" /></p>
<p>Bild 2 zeigt, dass das Kunstwerk, das den Anfang der Begegnungszone markiert, auf dem Trottoir steht, also im Fussgänger-Bereich der Begegnungszone. Weshalb steht das Kunstwerk nicht mitten auf der Fahrbahn? Wenn die Autos ein wenig ausweichen müssten, würden sie merken, dass hier andere Regeln gelten. Wurde das Kunstwerk aus Respekt vor den Stärkeren in den Fussgängerbereich gestellt?</p>
<p>Ein zweifacher pantalonischer Augenschein heute morgen auf der Kreuzung Haupstrasse Dorfplatz/Bachweg zeigte, dass die Autos auf der Hauptstrasse zu schnell fahren und nicht mit vortrittsberechtigem Fussgängerquerverkehr rechnen. Pantalone wird dies im Auge behalten, denn die Regeln für die Starken dürfen nur gelichtet werden, wenn diese im Gegenzug den Schwachen den Vortritt lassen. Wenn das nicht klappt, sind die Schwachen wieder einmal die Dummen; wenn es klappt, sind wir alle am Tor zum goldenen Zeitalter.</p>
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