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	<title>Pantalones Poetik &#187; gelesen</title>
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		<title>Missionar in seichtem Gewässer</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 15:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Charles Lewinsky: Pantalone wusste schon lange, dass er einer der besten Stilisten und Pointensetzer in Venedig ist. Misstrauisch machte aber die Tatsache, dass er sich gern in sehr seichten Gewässern tummelte (Er schrieb Sitcoms: &#8220;Fascht e Familie&#8221; unter anderem) und dass er eine Schlüsselfigur in der Zürcher Unterhaltungs-Oligarchie war. Aber er schrieb auch &#8220;Melnitz&#8221;. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Lewinsky: Pantalone wusste schon lange, dass er einer der besten Stilisten und Pointensetzer in Venedig ist. Misstrauisch machte aber die Tatsache, <span id="more-683"></span>dass er sich gern in sehr seichten Gewässern tummelte (Er schrieb Sitcoms: &#8220;Fascht e Familie&#8221; unter anderem) und dass er eine Schlüsselfigur in der Zürcher Unterhaltungs-Oligarchie war. Aber er schrieb auch &#8220;Melnitz&#8221;. Als er, bejubelt von Roger Köppel, einen Fortsetzungsroman für die Weltwoche zu schreiben begann, liess ihn Pantalone definitiv geistig fallen.</p>
<p>Nun ist er wieder ganz oben in Pantalones Achtung! -  Mit seinem Essay im Tages-Anzeiger <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Jetzt-muessen-wir-sogar-Koeppels-triumphierende-Ironie-schlucken/story/10202730" target="_blank">(&#8220;Ein Gespenst geht um in der Schweiz. Das Gespenst heisst Eidenbenz&#8221;</a>) vom 3. Dezember verdient er sich den Silbernen Pantalone mit Meerblick. Er hat in diesem Text ein grosses Coming-out: Er schrieb diesen Fortsetzungsroman &#8220;Doppelpass&#8221; mit dem Populismusopfer Eidenbenz für die Weltwoche in missionarischer Absicht, weil er sie für das Leibblatt aller Populismusopfer hält, und den Verleger und Chefredaktor Roger Köppel für ihren Oberdemagogen. Im Tages-Anzeiger greift Lewinsky seinen Verehrer Köppel frontal an. Wir warten gespannt auf die Replik.</p>
<p>Pantalone hofft, Andreas Thiel (mit seiner mageren Weltwoche-Kolumne), Beat Schlatter (mit seinem peinlichen Auftritt für Schweizer Fleisch) und Massimo Rocchi (mit seiner Rettungskampagne für Cablecom) führen Ähnliches im Schilde.</p>
<p>Aber nun wird Pantalone schon wieder nachdenklich: Ist dieser Essay womöglich nur eine hinterhältige Werbekampagne für Lewinskys Fortsetzungsroman &#8220;Doppelpass&#8221;, der in diesen Tagen auf den Markt kommt? &#8211; 57.45 Prozent finden den Roman wegen der Weltwoche gut, und die restlichen 42.55 Prozent nun wegen dieses Essays? &#8211; Nein, wir lassen Lewinsky den silbernen Pantalone und denken diesen Gedanken nicht zu Ende.</p>
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		<title>Die Schmöker werden das Medium wechseln</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 23:23:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor zwei Jahren erhielt Pantalone von seinen Kindern ein äusserst nachhaltiges Weihnachtsgeschenk, einen IPod Nano. Im ersten Jahr hörte er damit viel Musik. Er erwarb im iTunes-Store all diese alten Platten, die er früher so liebte, und die er viel zu selten hörte und nicht besass, weil Platten selten, schwer zu finden und sauteuer waren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Jahren erhielt Pantalone von seinen Kindern ein äusserst nachhaltiges Weihnachtsgeschenk, einen IPod Nano. Im ersten Jahr hörte er damit viel Musik. Er erwarb im iTunes-Store all diese alten Platten, die er früher so liebte, und die er viel zu selten hörte und nicht besass, weil Platten selten, schwer zu finden und sauteuer waren. Nun hatte er das alles in dem kleinen Schmuckstück, das er stets an einem Halsband trug: Creedence Clearwater Revival, Janis Joplin, Deep Purple, Bob Dylan, Canned Heat, The Dubliners, Peter Paul and Mary oder Alan Stivell. Alles war immer verfügbar. Aber irgendwie verlor die Musik &#8211; vielleicht durch diese leichte Verfügbarkeit &#8211; das existenziell Erotische.<span id="more-675"></span></p>
<p>Im letzten November dann, entdeckte Pantalone Download-Audiobooks für den iPod. Und jetzt hat er Bilanz gezogen: er hat innerhalb eines Jahres 35 vorgelesene Bücher herunter geladen mit einer Hördauer von 250 Stunden und er hat dafür etwa 350 Euro bezahlt. Das heisst: Pantalones Medienverhalten hat sich schlagartig und grundlegend verändert. Der iPod mit den Audiobooks ist zu Pantalones meistgenutztem Medium geworden, hat Fernsehen, Radio, Printmedien und Bücher überholt. Die Ausgaben, die er dafür tätigt, sind höher als die Abonnementskosten einer Tageszeitung. Und Pantalone hat die Audiobooks ausnahmslos alle bis zum Schluss angehört. &#8211; Was macht die Audiobooks so attraktiv: Sie sind jederzeit verfügbar (Download), sie sind handlich (sozusagen Körperlos) und lassen sich in einem kleinen Schmuckstück herumtragen (iPod), sie strengen die (ach so bildschirmstrapazierten) Augen nicht an, und sie sind kostengünstig.</p>
<p>Pantalone hörte Sachbücher: Zum Beispiel 21 Stunden Bill Brysons &#8220;Eine kurze Geschichte von fast allem&#8221;. &#8211; Aber er hörte vor allem Fiktion. Klassiker: Theodor Fontanes &#8220;Effi Briest&#8221; (22 Std.), Jules Vernes &#8220;Reise zum Mittelpunkt der Erde&#8221; (7 Std.); dicke Schmöcker: Frank Schätzings &#8220;Schwarm) (12 Std.), Edward Rutherfurds &#8220;The Rebels of Ireland&#8221; (30 Std.), von Ken Follett &#8220;Die Leopardin&#8221; (17 Std.) und &#8220;Die Säulen der Erde&#8221; (14 Std.); natürlich auch Charlotte Roches &#8220;Feuchtgebiete&#8221; (6 Std., von der Autorin selbst gelesen). Die absoluten Höhepunkte waren: Adiga Aravinds &#8220;Der weisse Tiger&#8221; (7 Std.) und &#8220;Die Nacht ist aus Tinte gemacht&#8221; von und mit Herta Müller (2 Std.).</p>
<p>Geschichten hören wurde für Pantalone wieder existenziell-erotisch, wie damals, als man mit 14, 15 Jahren Bücher verschlang. Pantalone sieht &#8211; zumindest im Fiction-Bereich &#8211; eine rosige Zukunft für Audiobooks, eine rosigere als für die vieldiskutierten elektronischen Lesegeräte. Da wird viel Geld fliessen. Und es wird wahrscheinlich in wenige Taschen fliessen: Pantalone bezieht seine Audiobooks von <a href="http://www.audible.de" target="_blank">www.audible.de</a>, einem mehrsprachigen Online-Laden, in dem jedes Audiobook &#8211; egal ob 2 oder 30 Stunden lang &#8211; 9 Euro 90 kostet &#8230; wenn man ein Abonnement abschliesst, mit dem man sich verpflichtet, monatlich 1 Audiobook zu beziehen (monatlich kündbar). www.audible.de hat den Vertrieb der Audiobooks international fest im Griff, und die Plattform gehört seit ein paar Monaten Amazon. Das ist ein virtueller Laden für die ganze Welt. Da muss die Konkurrenz sich etwas einfallen lassen.</p>
<p>DAS BUCH wird darob nicht untergehen, vieles muss man genau lesen und memorieren, und es gibt schöne Bilder, und es gibt das Taktile undsoweiter &#8230; aber die Schmöker werden das Medium wechseln. Pantalone ist überzeugt, dass sich das Download-Audiobook im Fiction-Bereich erdrutschartig durchsetzen wird, wenn der Zugang noch etwas einfacher wird oder wenn sich das Publikum an das &#8220;Downloaden&#8221; gewöhnt.</p>
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		<title>Kleiner Krimi, grosser Krimi, Thriller</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 21:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ps Krimi-Seminar]]></category>

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		<description><![CDATA[Pantalone widmet sich heute wieder einmal dem Fernsehkrimi. Da wäre zunächst einmal der kleine Fernsehkrimi. Er dauert 30 bis 60 Minuten. Im kleinen Krimi löst meist ein männlicher Kriminalist einen Fall. Pantalones momentane Lieblingskurzkrimiserie ist &#8220;Der letzte Zeuge&#8221;, zehn Jahr alt, mit dem Gerichtsmediziner Dr. Robert Kolmaar (Ulrich Mühe), der Gerichtsmedizinerin Dr. Judith Sommer (Gesine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2009/10/zeuge.png"><img class="alignleft size-full wp-image-663" title="zeuge" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2009/10/zeuge.png" alt="zeuge" width="183" height="129" /></a>Pantalone widmet sich heute wieder einmal dem Fernsehkrimi. Da wäre zunächst einmal der kleine Fernsehkrimi. Er dauert 30 bis 60 Minuten. Im kleinen Krimi löst meist ein männlicher Kriminalist einen Fall. Pantalones momentane Lieblingskurzkrimiserie ist &#8220;Der letzte Zeuge&#8221;, zehn Jahr alt, mit dem Gerichtsmediziner Dr. Robert Kolmaar (Ulrich Mühe), der Gerichtsmedizinerin Dr. Judith Sommer (Gesine Cukrowski) und dem Kommissar Joe Hoffer (Jörg Gudzuhn). Die Serie läuft zur Zeit auf SF1, jeweils am Dienstag um Mitternacht. Das attraktive am kleinen Krimi ist das Rätsel, das der meist männliche Kriminalist zusammen mit dem Publikum löst. Das reicht für den kleinen Krimi.<span id="more-662"></span></p>
<p>Der grosse Fernsehkrimi dauert 90 Minuten. Früher wagte das nur der Tatort, aber das Format wird immer populärer. Im grossen Krimi löst ein Kriminalist oder eine Kriminalistin mit einem Team einen Fall. Die grossen Krimis sind manchmal ganz schön langweilig. Hier reicht es nicht, dass die Kriminalistinnen zusammen mit dem Publikum ein Rätsel lösen. Der lange Krimi muss auch ein Thriller sein.</p>
<p>Was ist der Unterschied zwischen Krimi und Thriller? Im Krimi löst die Kriminalistin in aller Ruhe ein Rätsel, sie ist nicht in Gefahr. &#8220;Miss Marple trägt keine Pistole&#8221; sagt Ken Follett. Im Thriller hingegen ist eine Person in höchster Gefahr, idealerweise die Ermittlerin, oder (in letzter Zeit sehr beliebt) die Tochter des Ermittlers. Ken Follett sagt, dass man im Thriller eine sympathische Person in höchste Gefahr bringen muss. Die Konstellation, in der sich die Hauptperson befindet, muss derart beschaffen sein, dass sie dem Autor mindestens fünfzig gefährliche Situationen ermöglicht, sagt Follett, aber der denkt immer an Bücher mit mindestens 800 Seiten. Für den grossen Fernsehkrimi dürften etwa zehn bis fünfzehn gefährliche Situationen reichen, aber mit weniger wirds dürftig. Wenn die Hauptperson &#8220;fear&#8221; (Angst) empfindet, empfindet das Publikum &#8220;anxiety&#8221; (Sorge?). Es bleibt dran, bis die Gefahr gebannt ist.</p>
<p>Die Geschlechterquote ist übrigens nicht unbedingt der Grund, weshalb wir im grossen Krimi immer öfter mit KriminalistINNEN ermitteln; es könnte sein, dass das Publikum Damen einfach sympathischer findet und ihnen mehr Mitleid spendet, wenn sie in Gefahr geraten. Als reine Rätsellöser (im kleinen Krimi) zieht das Publikum offenbar immer noch Männer vor.</p>
<p>Im Idealfall beginnen übrigens das Rätsel und die Gefahr ganz am Anfang und sie enden erst ganz am Schluss. Rätsel und Gefahr sind für den Thriller-Krimi wie Butter und Salz fürs Essen, sie garantieren, dass der Teller leer gegessen wird.</p>
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		<title>Dienerperspektive</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 22:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wunderbares Buch gelesen: Der weisse Tiger von Aravind Adiga. Kommt so unscheinbar daher, baut sofort eine unausweichliche Spannung auf. Erzählt aus der subjektiven Perspektive eines Dieners, lässt Pantalone mit ihm aufwachsen und in diese indische Gesellschaft hineinwachsen. Erklärt viele Phänomene dieser indischen und Pantalones Gesellschaft, zum Beispiel Demokratie, wertet aber nie. Lässt Pantalone viel Freiraum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wunderbares Buch gelesen: Der weisse Tiger von Aravind Adiga. Kommt so unscheinbar daher, baut sofort eine unausweichliche Spannung auf. Erzählt aus der subjektiven Perspektive eines Dieners, lässt Pantalone mit ihm aufwachsen und in diese indische Gesellschaft hineinwachsen. Erklärt viele Phänomene dieser indischen und Pantalones Gesellschaft, zum Beispiel Demokratie, wertet aber nie. Lässt Pantalone viel Freiraum und lässt ihn selbst urteilen. Pantalone wird mit ihm zum Mörder und zum Aufsteiger, zum Unternehmer. Und am Schluss versteht Pantalone vieles besser, was er in Indien sah und merkwürdig fand.</p>
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		<title>Die Bücher entstehen aus dem Literaturbetrieb</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 22:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern las Pantalone, das menschliche Hirn bestehe aus Zentren, die durch eine astronomische Zahl (vgl. heute überall publizierte Karte unserer Galaxie) von Verbindungen miteinander vernetzt seien. Er las es bei Richard M. Restak: Mozart&#8217;s Brain and the Fighter Pilot: Unleashing Your Brain&#8217;s Potential. Restak findet, und er scheint damit nicht allein zu sein, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern las Pantalone, das menschliche Hirn bestehe aus Zentren, die durch eine astronomische Zahl (vgl. heute überall publizierte <a href="http://idw-online.de/pages/de/news295236" target="_blank">Karte unserer Galaxie</a>) von Verbindungen miteinander vernetzt seien. <span id="more-523"></span></p>
<p>Er las es bei Richard M. Restak: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0609810057?ie=UTF8&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0609810057">Mozart&#8217;s Brain and the Fighter Pilot: Unleashing Your Brain&#8217;s Potential</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0609810057" border="0" alt="" width="1" height="1" />. Restak findet, und er scheint damit nicht allein zu sein, dass die Vernetzung das Entscheidende sei, nicht die vernetzten Zentren. Die Struktur, nicht der Inhalt. INHALT ist nur Information, VERNETZUNG ist Wissen und letztlich sogar Weisheit.</p>
<p>Das gab Pantalone wieder einmal zu denken: Vor lauter Netz scheint der Inhalt zu entstehen. Und nicht vor lauter Inhalt das Netz. Pantalone fragt sich, wo denn die Begriffe sind, ohne die man ja nichts begreifen kann? Sind sie vernetzte Punkte? Wie sieht ein Begriffspunkt aus? Wie ein Begriffspixel?</p>
<p>Pantalone denkt daran, dass der Wohlstand merkwürdigerweise nicht aus der Nahrungsmittelproduktion sondern erst durch die Logistik entsteht. Und er erinnert sich an jenen schauerlichen Moment, als er erkannte, dass die Zahl der Texte mit tausend Zeichen endlich ist. Es sind etwa 1000 hoch 30 Texte. Das ist zugegebenermassen viel. Aber es ist nicht unendlich. Und in diesen 1000 hoch 30 Texten ist jeder Tatbestand, der sich mit 1000 Zeichen beschreiben lässt, enthalten, alle historischen und künftigen Ereignisse, alles Reale und alles Denkbare. Das ist also eine Struktur, die alle möglichen Inhalte enthält. Gibt es einen Inhalt, der alle möglichen Strukturen enthält? Die Struktur scheint dem Inhalt tatsächlich übergeordnet zu sein.</p>
<p>Schwierig. Zugegeben. In 1000 Zeichen kaum zu beschreiben. Aber es hilft Pantalone, mit Restak mitzudenken. Einfach immer schön assoziieren, sagt Restak, das hält das Hirn jung. Okay: Wie merkt man sich Restak? &#8211; Man hängt&#8217;s an die KATSE und liest es R-ückwärts.</p>
<p>Aber das eigentliche Aha-Erlebnis hatte Pantalone am Abend: Er war eingeladen ins Basler <a href="http://www.literaturhaus-basel.ch/" target="_blank">Literaturhaus</a>, es trafen sich auf Initiative der neuen Leiterin Katrin Eckert die einheimischen LiteratInnen. &#8211; Gute Idee, danke! &#8211; Grosse Namen waren da (Jürg Laederach) und grosse Menschen (Wolfgang Bortlik) und mittlere und kleinere. Und viel Literaturbetrieb. (Obwohl andererseits auch wieder viele fehlten!) Worauf Pantalone hinaus will: Da sind Bücher, da sind Menschen und da ist ein Literaturbetrieb. Den BETRIEB haben wir gespürt, die MENSCHEN haben wir teilweise ein wenig kennen gelernt, aber die BÜCHER kennen wir nicht.</p>
<p>Wir dachten, der Literaturbetrieb entstehe aus den Büchern (und aus ihren [grossartigen] Inhalten), aber es ist umgekehrt, die Bücher entstehen aus dem Literaturbetrieb. &#8211; Es schleckt&#8217;s keine Geiss weg, Pantalone ist jetzt fast überzeugt: Der Inhalt entsteht aus der Struktur &#8230;</p>
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		<title>0.002 Prozent Fake</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 16:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nidel007</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Redaktion des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS) entwickelt so etwas wie Humor. Sie hat erkannt, dass ein gewisses Quantum &#8220;Fake&#8221; heute in einem Lexikon sein muss, damit es ernst genommen wird. Die Redaktion hat das gewisse Quantum genau definiert: 1 Artikel von 36&#8217;000 darf Fake sein, das heisst: 0.002 Prozent. Und diesen Artikel dürfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Redaktion des <a href="http://www.hls-dhs-dss.ch/index.php" target="_blank">Historischen Lexikons der Schweiz</a> (HLS) entwickelt so etwas wie Humor. Sie hat erkannt, dass ein gewisses Quantum &#8220;Fake&#8221; heute in einem Lexikon sein muss, damit es ernst genommen wird. Die Redaktion hat das gewisse Quantum genau definiert: 1 Artikel von 36&#8217;000 darf Fake sein, das heisst: 0.002 Prozent. Und diesen Artikel dürfen Sie, liebe Leserin, lieber Leser selber schreiben. <a href="http://www.hls-dhs-dss.ch/redac/downloads/wettbewerb_teilnahmebedingungen.pdf?PHPSESSID=60e3de59cfdbf9f63f3da90dd8430e38">Hier sind die Rahmenbedingungen</a>. Mit ein &#8220;bisschen Glück&#8221; werden Sie zum offziellen HLS-Beschmutzer, der die restlichen 99.998 Prozent des Lexikons adelt. &#8211; Wenn da nur nicht noch andere Kuckuckseier dabei sind!</p>
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		<title>Hurra! Der Doktor Stutz ist wieder da.</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Nov 2008 17:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>

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		<description><![CDATA[Leute, die Schulhäuser bauen oder planen wollen, gehen zu Stücki. Pantalone macht sich da keine Illusionen und verfolgt keine me-too-Strategien. Er braucht andere heftige Themen. Der Beitrag letzte Woche über Beda M. Stadler hat ganz gute Quote gemacht. Weshalb? Stadler? Evolution? Schildkröten? Harndrang? Pantalone denkt, es war der Harndrang. Anschlussthema verzweifelt gesucht! Zum Glück traf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_463" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/11/drmueller.jpg"><img class="size-full wp-image-463 " title="drmueller" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/11/drmueller.jpg" alt="Doktor Müller" width="250" height="340" /></a><p class="wp-caption-text">Doktor Müller (Quelle: Sprechstunde Doktor Stutz)</p></div>
<p>Leute, die Schulhäuser bauen oder planen wollen, gehen zu Stücki. Pantalone macht sich da keine Illusionen und verfolgt keine me-too-Strategien. Er braucht andere heftige Themen. Der Beitrag letzte Woche über Beda M. Stadler hat ganz gute Quote gemacht. Weshalb? Stadler? Evolution? Schildkröten? Harndrang? Pantalone denkt, es war der Harndrang. Anschlussthema verzweifelt gesucht! Zum Glück traf Pantalone im Arcadia einen alten Freund und Realsatiriker: Dr. med. Samuel Stutz. <span id="more-462"></span></p>
<p>Also nicht persönlich, natürlich. Sie erinnern sich sicher, Doktor Stutz präsentierte früher die Ringier-Sendung <em>Gesundheit Sprechstunde</em>. Jetzt ziert sein Konterfei das Editorial einer eigenen, neuen Zeitschrift mit dem extrem innovativen Titel <em>Sprechstunde Doktor Stutz</em>.</p>
<p>Da kommt bei Pantalone Freude auf. Gebannt sass er einst vor dem Fernseher, wenn Doktor Stutz die geladenen Ärzte in ihre Schranken wies und sein unermessliches Wissen ausbreitete; und wenn er sensibel seine vergelsterten Muster-Patienten vorführte, und wenn er mit erhobenem Zeigefinger gegen Völlerei, Trunksucht und Nikotin-Benebelung wetterte; und sein stets freundschaftliches Verhältnis mit den Sponsoren. Kurz: ein richtiger Halbgott in Weiss. Und dann doch wieder so menschlich: immer an seinen Notizblättern klebend, bewusst auf ganze Sätze verzichtend und manchmal sogar richtiggehend stotternd.</p>
<p>Unvergesslich auch das Inserat im Media Trend Journal: Doktor Stutz, im weissen Kittel, ernst schauend, mit Rezeptblock: &#8220;Ich verschreibe Ihnen Werbung in der Zeitschrift Gesundheit Sprechstunde&#8221;. Und nun die neue, eigene, dicke Zeitschrift (Auflage: 400&#8217;000 Expl.!). Pantalone liest mit grossem Interesse den Artikel über Analhygiene: Titel: <em>Bitte nicht schrubben!</em>, Klopapier (auch weiches) bringt nichts, Feuchttüchlein bringen schon gar nichts. Das einzig empfehlenswerte ist das Duschklo. Neben dem Foto des blitzsauberen Dr. Andreas Müller, mit Latexhandschuhen und ausgestrecktem &#8211; nein, nicht Arschfinger &#8211; Zeigefinger natürlich, ein halbseitiges Inserat der Firma Geberit, wo man die Duschklos gleich bestellen kann.</p>
<p>Pantalone besucht die Homepage der Firma und errechnet, dass er in seine Analhygiene 6&#8217;000 bis 25&#8217;000 Franken investieren müsste. Inserate für Hakle (deinem Po zuliebe!) oder für Feuchttüchlein (z.B.: mit Kamille für die milde Intimhygiene) hätten Doktor Stutz und Doktor Müller sicher empört abgelehnt. Sie wären ja gezwungen gewesen, den Artikel völlig neu zu schreiben.</p>
<p>Es stellt sich die schwierige Frage: War zuerst der Artikel oder zuerst das Inserat? Lesen wir hier State-of-the-art oder State-of-the-Markt? Diese Frage wird wohl offen bleiben. Was Pantalone allerdings mit Sicherheit sagen kann: Die neue Zeitschrift würde sich inhaltlich hervorragend für die Analhygiene eignen, formal leider nicht, weil das Papier zwar extrem geduldig, aber überhaupt nicht saugfähig ist. Da loben wir uns die gute alte NZZ (Ausschliesslich formal natürlich).</p>
<p>P.S.: Die Firma Geberit ist überhaupt sehr rührig, im Punkt CH wurde am Donnerstag über eine Umfrage dieser Firma zum Thema Analhygiene berichtet: 80% der SchweizerInnen benutzen offenbar wohlriechende Feuchttüchlein. Pantalone machte ebenfalls eine kleine Umfrage. Das verblüffende Ergebnis: annähernd 100% benutzen Klopapier, 37% schrubben sogar gelegentlich. Wenn das Doktor Stutz und Doktor Müller wüssten!</p>
<p>P.S. 2: Schöne Nachricht für alle Doktor Stutz-Fans am Schluss: <a href="http://www.doktorstutz.ch" target="_blank">Hier kann man die ganze Zeitschrift online durchblättern</a> und als PDF-herunterladen. &#8211; PDFs sind allerdings für die Analhygiene auf gar keinen Fall zu empfehlen. Viel zu virtuell! sagt Doktor Müller.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der tiefe Glaube des Beda M. Stadler</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 22:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Figuren]]></category>
		<category><![CDATA[gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche sagten Sie, die Ethik sei ein Produkt der Evolution und nicht der Religion. Das gefiel Pantalone. Doch dann schrieben Sie, es gebe keinen freien Willen. Das gefiel ihm weniger. Pantalone würde hier gerne einmal die Klinge mit Ihnen kreuzen, Herr Stadler. Ihre Kolumne in der NZZ am Sonntag liest Pantalone immer gerne. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<div id="attachment_472" class="wp-caption alignleft" style="width: 285px"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/11/johnny1.jpg"><img class="size-full wp-image-472" title="johnny1" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/11/johnny1.jpg" alt="Johnny" width="275" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Johnny</p></div>
<p>Letzte Woche sagten Sie, die Ethik sei ein Produkt der Evolution und nicht der Religion. Das gefiel Pantalone. Doch dann schrieben Sie, es gebe keinen freien Willen. Das gefiel ihm weniger. Pantalone würde hier gerne einmal die Klinge mit Ihnen kreuzen, Herr Stadler. <span id="more-453"></span></p>
</div>
<div class="mceTemp">Ihre Kolumne in der NZZ am Sonntag liest Pantalone immer gerne. Er ist zwar eigentlich nie gleicher Meinung wie Sie. Er besitzt zum Beispiel keinen Offroader, steht der Biotechnologie skeptisch gegenüber, und findet, man könne Theologinnen und Geisteswissenschaftler ruhig leben lassen. Er könnte auch nie so effizient abnehmen wie Sie. Aber er mag Ihre streitbare Art. Die Struktur, nicht den Inhalt. Letzte Woche hörte Pantalone Sie bei Wieland Backes im SWR-Nachtcafé sagen, die Ethik sei ein Produkt der Evolution und nicht der Religion. Das gefiel Pantalone. Ethik wächst also evolutionär, weil: die Tiere müssen nicht nur töten, sondern auch leben lassen können. Sonst würden sie die Jahrmillionen ja nicht über-leben. Und die Religionen, die ja meist transzendente Rechtfertigungen irdischer Machsysteme sind, tun nur so, als hätten sie die Ethik erfunden. Potz Blitz, dachte Pantalone, Herr Stadler hat sich recht gut von seiner walliserischen, katholischen Erziehung emanzipiert. Pantalone hat auch gehört, dass Sie die Struktur der Religionen gut finden, und nur die Inhalte problematisch. Und jetzt muss Pantalone ganz klar sagen: er hat nichts gegen Katholiken (und nichts gegen <a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/?p=249" target="_blank">Walliserinnen</a>), aber er hat noch keinen getroffen, der vom Walliser Katholizismus Inhalt UND Struktur abgelegt hätte, der sich also emanzipiert hätte und ganz locker geworden wäre. Es bleibt da immer eine gewisse Verkrampftheit und eine diffuse Ausrichtung auf eine universale Zentralkraft, die irgendetwas Mächtiges legitimiert. Ja, auch Sie haben diese Verkrampftheit, schliessen Sie sich doch in Ihrer neuesten Kolumne in der NZZ am Sonntag der evolutionsbiologischen Meinung an, es gebe keinen freien Willen. &#8220;Wer an den freien Willen glaubt, soll versuchen, den Harndrang zu bezwingen&#8221;, zitieren Sie. Also Pantalone bezwingt seinen Harndrang eigentlich recht gut. Er kann ihn <a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/?p=158" target="_blank">fast</a> immer bis zur nächsten Toilette unterdrücken. Das Bezwingen des Harndrangs, <a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/?p=148" target="_blank">denkt Pantalone</a>, ist eine zivilisatorische Leistung, die irgendwo zwischen der Schildkröte und der Katze erbracht wurde. Da erkämpfte sich die Kreatur ein Stückchen freien Willen. Und dieses Stückchen konnte im Laufe der weiteren Evolution bis heute noch wesentlich vergrössert werden. Dass Sie diesen freien Willen nicht sehen, hängt damit zusammen, dass Sie auf eine universale Zentralkraft ausgerichtet sind, die mächtiger ist als unser lieber Gott (und viel weniger lieb), und die uns zwingt, Offroader zu fahren, biotechnologisch zu basteln und zu glauben, dass es keine Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die unsere Schulweisheit nicht erklären kann. Aber Pantalone ist überzeugt, Ihre universale Zentralkraft, die übrigens merkwürdigerweise immer exakt Ihrer Meinung ist, ist so ein Ding. Aber Pantalone weiss: das ist geisteswissenschaftlich.</div>
<div class="mceTemp">N.B.: Das Bild zu diesem Artikel zeigt nicht Herrn Stadler, sondern eine Schildkröte namens Johnny, die seit 25 Jahren bei Pantalones wohnt. Sie sieht keinen Grund, ihren Harndrang zu bezwingen und tut es deshalb auch nicht.</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Die grossi Sunnegöttin</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 10:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[  Wieder einmal etwas Poetisches. Seit Aristoteles herrscht bei uns die Ansicht, Humor eigne sich nur zur Dastellung der minderen Themen (Komödie) und Gewichtiges müsse mit Tiefsinn behandelt werden (Tragödie). Eigenartigerweise sehen die Engländer das anders. Pantalone denkt zum Beispiel an Monty Python oder an Little Britain, wo er regelmässig über tiefernste Themen Tränen lacht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/sonne01.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-413" title="sonne" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/sonne01.jpg" alt="" width="333" height="250" /></a></td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Wieder einmal etwas Poetisches. Seit Aristoteles herrscht bei uns die Ansicht, Humor eigne sich nur zur Dastellung der minderen Themen (Komödie) und Gewichtiges müsse mit Tiefsinn behandelt werden (Tragödie). Eigenartigerweise sehen die Engländer das anders. Pantalone denkt zum Beispiel an <a href="http://pythonline.com/" target="_blank">Monty Python </a>oder an <a href="http://www.bbc.co.uk/comedy/littlebritain/" target="_blank">Little Britain</a>, wo er regelmässig über tiefernste Themen Tränen lacht. John Wrights Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FWhy-That-Funny-Practical-Exploration%2Fdp%2F1854597825%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1220005636%26sr%3D8-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Why is that so funny?</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> geht diesen Fragen auf den Grund. Pantalone ist begeistert davon und präsentiert hier als kleines Lockvögelchen seine baseldeutsche übersetzung eines Textes von John Wright, der von einem japanischen Text aus dem 8. Jahrhundert vor Christus inspiriert ist, dem <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FKojiki-Records-Classics-Japanese-Literature%2Fdp%2F0804836752%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1220005748%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Kojiki</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" />. Das Kojiki ist übrigens fast 400 Jahre älter als die <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FPoetik-Aristoteles%2Fdp%2F3150078288%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1220005857%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Poetik</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> des Aristoteles.</td>
<td> </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-411"></span><strong></strong></p>
<p>(Wenn Sie lieber auf Papier lesen, können Sie den Text hier als <a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/die_grossi_sunnegoettin.pdf" target="_blank">PDF-Dokument (50 KB)</a> herunterladen)</p>
<p><strong>Die grossi Sunnegöttin </strong></p>
<p>het mit ihrem Brueder g’händled.<br />
Si isch saumässig hässig<br />
und versteckt sich sich innere dunkle Höhli.<br />
Si schmollt still vor sich ane.</p>
<p>D Wält versinkt in Dunkelheit.</p>
<p>Do versammle sich die andere Götter<br />
im dämmerige Schiin<br />
vor em Iigang vo der Höhli<br />
und si rede uf d Sunnegöttin ine<br />
si söll doch wider useko.</p>
<p>Ei jungi Göttin regt sich <br />
ganz bsunders uf im Dunkle.<br />
Si nimmt än alte Brunnetrog<br />
wo vor der Höhli ligt<br />
und drüllt en um<br />
und macht so e kleini Bühni.</p>
<p>Si stoht druf und si stampft druf.</p>
<p>Die andere Götter höre dä Lärme.<br />
und kömme go luege, was los isch.<br />
Do fangt die jungi Göttin aa stämpfle<br />
und trötzle wie ne kleins Kind.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Immer mehr Götter kömme<br />
und stöhn um si umme und luege<br />
wie si schreit und stampft<br />
und schüümt vor Wuet.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Si stampft und stampft<br />
und us däm Stampfe wird<br />
ä verruckts kleins Tänzli.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Ihre Tanz wird jetzt<br />
zart und grazil.<br />
Und sie macht<br />
eleganti fiini Gümppli.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Und jetzt tanzt sie ebitz langsamer<br />
und ihr Lächle wird verspielt und kokett.</p>
<p>Und je mehr si tanzt<br />
desto mehr lacht si.<br />
Und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Do macht si ihre Kimono uf<br />
und loht s Siidetuech aberutsche.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Dr Kimono fallt uffe Bode<br />
und si wiegt ihre Körper hin und här.<br />
Und stolziert umenand und stampft<br />
und tanzt und gumpt.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Di jungi Göttin striichlet ihre Körper<br />
und die andere Götter fön a grööle.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Si stampft und ginggt<br />
und si haut sich sälber.</p>
<p>Und si risst sich ihri<br />
Bruschtwarzen use<br />
und hebt si wiit uffe in d Luft<br />
dass si alle gseht und<br />
s Bluet lauft an ihrne Ärm abe.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lachen au<br />
und si gröölen und grööle und grööle …</p>
<p>Tief unden in der Höhli<br />
ghört die schmollendi Sunnegöttin<br />
das Grööle.</p>
<p>Und vor luuter Angscht,<br />
si könnt öppis verpasse,<br />
schiesst si us der Höhli</p>
<p>Und d Wält isch wider häll belüchtet.</p>
<p>Es sei darauf hingewiesen, dass <a href="http://www.sacred-texts.com/shi/kj/kj023.htm" target="_blank">der alte japanische Text</a> (resp. die englische Übersetzung desselben) ziemlich anders tönt, als das, was Wright daraus gemacht hat. Streng philologisch gesehen ist das problematisch, aber Pantalone findet das Resultat trotzdem gut.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pissoir mit Deckel</title>
		<link>http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/index.php/2008/08/pissoir-mit-deckel/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 14:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachliche Feinheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Liverpool2008]]></category>

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		<description><![CDATA[Besuch bei Villeroy und Boch in Mettlach. Hier gibt es viele schönes Sachen, besonders angetan hat es Pantalone ein Pissoir mit Deckel. Er nimmt dies zum Anlass für einen kleinen Exkurs ins Reich der Toiletten. In Frankreich gibt es zwar eine luxuriöse Krankenversicherung für Hunde, ihre Toilette ist aber nach wie vor der Strassengraben. Auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><br class="spacer_" /></p>
<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td>
<p><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/vundb.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-363" title="vundb" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/vundb.jpg" alt="" width="250" height="333" /></a></p>
</td>
<td align="left" valign="top"><span style="font-size: small; font-family: Arial;">Besuch bei Villeroy und Boch in Mettlach. Hier gibt es viele schönes Sachen, </span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="color: #000000; font-family: Arial;"><span id="more-261"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;">
<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><span lang="DE-CH"><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/vub_pissoir01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-259" title="vub_pissoir01" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/vub_pissoir01-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></span></span></td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">besonders angetan hat es Pantalone ein Pissoir mit Deckel. </span></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span lang="DE-CH"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/vub_pissoir02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-260" title="vub_pissoir02" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/vub_pissoir02-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></span></p>
</td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">Er nimmt dies zum Anlass für einen kleinen Exkurs ins Reich der Toiletten.</span></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span lang="DE-CH"><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/hundepissoir.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-262" title="hundepissoir" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/hundepissoir-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></span></span></p>
</td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">In Frankreich gibt es zwar eine luxuriöse Krankenversicherung für Hunde, ihre Toilette ist aber nach wie vor der Strassengraben.</span></td>
</tr>
<tr>
<td><span lang="DE-CH"><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"><span lang="DE-CH"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/benji.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-265" title="benji" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/benji.jpg" alt="" width="250" height="253" /></a></span></span></span></td>
<td>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: small; color: #000000; font-family: Arial;">Auch der Brite liebt den Hund. Der Schweizer Fussgänger hingegen muss wieder lernen, nach Hundekot Ausschau zu halten.</span></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span lang="DE-CH"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/vibrator.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-266" title="vibrator" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/vibrator-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></span></p>
</td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">In der Herrentoilette des Cavern-Clubs in Liverpool, dort, wo ALLES angefangen hat, findet sich ein Automat, wo man für drei Pfund einen anschnallbaren Minivibrator erstehen kann. Das dürfte vor allem Damen interessieren, die noch nie eine Herrentoilette von innen gesehen haben.</span></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span lang="DE-CH"><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/hot_drink.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-268" title="hot_drink" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/hot_drink-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></span></span></p>
</td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">Vor nichts fürchtet sich der Brite mehr, als vor heissem Wasser.</span></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span lang="DE-CH"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/hot_water01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-269" title="hot_water01" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/hot_water01-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></span></p>
</td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">Man fragt sich, weshalb es nirgendwo im Königreich Wassermischbatterien gibt. Mr. Armitage Shanks wird wohl einfach dagegen sein.</span></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span lang="DE-CH"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/hot_water02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-270" title="hot_water02" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/hot_water02-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></span></p>
</td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">Der Tourist ist froh, dass er auf die Gefahren hingewiesen wird.</span></td>
</tr>
<tr>
<td><span lang="DE-CH"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/warnung03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-277" title="warnung03" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/warnung03-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></span></td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">Es gibt im Königreich überhaupt viele Hinweise, sehr klare, </span></td>
</tr>
<tr>
<td><span lang="DE-CH"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/warnung01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-271" title="warnung01" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/warnung01-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></span></td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">weniger klare </span></td>
</tr>
<tr>
<td><span lang="DE-CH"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/warnung02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-272" title="warnung02" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/warnung02-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></span></td>
<td><span style="font-size: small; font-family: Arial;">und solche für Fortgeschrittene.</span></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td>
<p><span style="font-size: small;"><span style="color: #000000; font-family: &quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-bidi-font-family: Verdana;">See you tomorrow, same time same blog!<br />
</span><span><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/?tag=liverpool2008">Alle Reiseberichte ansehen.</a></span></span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"> </p>
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