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	<title>Pantalones Poetik &#187; Geschichten</title>
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		<title>Von wegen dick!</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 19:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pantalone steht in der Bäckerei und sollte jeden Moment dran kommen. Da schleicht sich eine kleine, dünne Frau an ihm vorbei und ordert mit fester Stimme ein dunkles Basler Pfünderli. &#8220;Eigenlich wäre ich jetzt dran&#8221;, sagt Pantalone. &#8211; Antwortet die Dame: &#8220;Oh Entschuldigung, ich habe sie gar nicht gesehen.&#8221; &#8211; Pantalone ist entwaffnet und wartet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pantalone steht in der Bäckerei und sollte jeden Moment dran kommen. Da schleicht sich <span id="more-711"></span>eine kleine, dünne Frau an ihm vorbei und ordert mit fester Stimme ein dunkles Basler Pfünderli. &#8220;Eigenlich wäre ich jetzt dran&#8221;, sagt Pantalone. &#8211; Antwortet die Dame: &#8220;Oh Entschuldigung, ich habe sie gar nicht gesehen.&#8221; &#8211; Pantalone ist entwaffnet und wartet gerne noch ein Weilchen.</p>
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		<title>Dienerperspektive</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 22:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wunderbares Buch gelesen: Der weisse Tiger von Aravind Adiga. Kommt so unscheinbar daher, baut sofort eine unausweichliche Spannung auf. Erzählt aus der subjektiven Perspektive eines Dieners, lässt Pantalone mit ihm aufwachsen und in diese indische Gesellschaft hineinwachsen. Erklärt viele Phänomene dieser indischen und Pantalones Gesellschaft, zum Beispiel Demokratie, wertet aber nie. Lässt Pantalone viel Freiraum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wunderbares Buch gelesen: Der weisse Tiger von Aravind Adiga. Kommt so unscheinbar daher, baut sofort eine unausweichliche Spannung auf. Erzählt aus der subjektiven Perspektive eines Dieners, lässt Pantalone mit ihm aufwachsen und in diese indische Gesellschaft hineinwachsen. Erklärt viele Phänomene dieser indischen und Pantalones Gesellschaft, zum Beispiel Demokratie, wertet aber nie. Lässt Pantalone viel Freiraum und lässt ihn selbst urteilen. Pantalone wird mit ihm zum Mörder und zum Aufsteiger, zum Unternehmer. Und am Schluss versteht Pantalone vieles besser, was er in Indien sah und merkwürdig fand.</p>
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		<title>Patronale Tragödie</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 10:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Patrons wurden bekanntlich von den Managern abgelöst. Früher stand ein Mann an der Spitze eines Unternehmens, heute steht da ein Leitbild. Als wir noch viele Patrons hatten, waren sie uns mehrheitlich verhasst. Wir kannten damals die Manager noch nicht. Heute kennen wir die Manager, und da wir nur noch wenige Patrons haben, tendieren wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Patrons wurden bekanntlich von den Managern abgelöst. Früher stand ein Mann an der Spitze eines Unternehmens, heute steht da ein Leitbild.</p>
<p><span id="more-562"></span></p>
<p>Als wir noch viele Patrons hatten, waren sie uns mehrheitlich verhasst. Wir kannten damals die Manager noch nicht. Heute kennen wir die Manager, und da wir nur noch wenige Patrons haben, tendieren wir dazu, sie zu verklären. Warum nicht. Einen ganz besonderen Patron (der Name ist Pantalone bekannt) möchte Pantalone hier verewigen.<br />
Er ist der Held einer kleinen Tragödie, die sich vor sechzig Jahren in New York abspielte. Unser Patron besuchte die amerikanische Niederlassung seiner Schweizer Firma. Er befand sich in seinem riesigen Büro im 36. Stock eines Hochhauses im Rockefeller Center. Er stand allein hinter seinem Schreibtisch am Fenster, als sich die gepolsterte Türe öffnete, die zwanzig Meter Luftlinie von seinem Standort entfernt war. Seine Sekretärin betrat das Zimmer. Sie trug einen Order mit unterschriftsreifen Dokumenten, die sie ihm zu unterbreiten beabsichtigte. Doch als sie näher treten wollte, erhob der Patron gebieterisch die Hand und sagte mit tiefer, sicherer Stimme auf Zürichdeutsch: &#8220;Bliibed Si stah, ich han gfurzet!&#8221;<br />
Als die Sekretärin den Raum betrat, erkannte dieser Patron, dass sein Untergang besiegelt war. Innert Sekunden musste er entscheiden, ob er als kleiner Stinker oder als klassischer Held untergehen wollte. Er entschied sich für die Variante Held. Der kleine Stinker wäre sang- und klanglos untergegangen. Der patronale Held aber bleibt. Seine ehemalige Sekretärin erzählt die Geschichte noch heute mit Ehrfurcht in der Stimme. Und Pantalone verleiht diesem Patron den eisernen Pantalone mit Zylinder.<br />
Geklärt ist damit auch die Frage, weshalb viele weniger grosse Kapitalisten in ihren Einzelbüros Zigarren zu rauchen pflegten. Und offen bleibt die Frage, wie ein moderner Manager in einer solchen Situation reagiert hätte.</p>
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		<title>Kleiner Mann mit Melone</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 23:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gehört]]></category>
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		<description><![CDATA[Arno Black erhält den schwarzen Pantalone mit Melone für sein Hörbuch &#8220;Der Baron der Gaukler&#8221;, eine köstliche Melange von Gauklerei und Literatur. Arno Black unterscheidet zwischen Fahrenden und Privatpersonen. Er selbst gehört zweifellos zu den Fahrenden, obwohl er in den letzten Jahren in der Arlesheimer Zirkuskolonie und in Münchenstein fast ein wenig sesshaft geworden ist. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_547" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/arno_black_01.jpg"><img class="size-full wp-image-547" title="arno_black_01" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/arno_black_01.jpg" alt="Arno Black" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Arno Black, Foto: Eric Fookes, www.charmey.org</p></div>
<p>Arno Black erhält den schwarzen Pantalone mit Melone für sein Hörbuch &#8220;Der Baron der Gaukler&#8221;, eine köstliche Melange von Gauklerei und Literatur.<span id="more-548"></span></p>
<p>Arno Black unterscheidet zwischen Fahrenden und Privatpersonen. Er selbst gehört zweifellos zu den Fahrenden, obwohl er in den letzten Jahren in der Arlesheimer Zirkuskolonie und in Münchenstein fast ein wenig sesshaft geworden ist. Pantalone kennt den mysteriösen kleinen Mann jedenfalls seit Jahren, wenn auch nur aus der Ferne, sah ihn zum Beispiel als famosen Artisten an den legendären Mai-Festen des Theater auf dem Lande, immer schwarz gekleidet, immer mit Melone. Jetzt ist Pantalone Arno Black wieder begegnet, paradoxerweise &#8211; oder erstaunlich folgerichtig &#8211; im Basler Literaturhaus. Nicht direkt im Literaturhaus natürlich, sondern im vorgelagerten <a href="http://www.literaturhaus-basel.ch/kafka.htm" target="_blank">Café &#8220;Kafka am Strand&#8221;</a>, das neuerdings von Caroline Haerdi und Lazaros Zografidis sehr gepflegt geführt wird. Pantalone will darüber gar nicht viele Worte verlieren, denn das Café ist klein und soll eine Geheimtipp bleiben. Caroline hat übrigens seinerzeit ihre Lehre als <a href="http://www.steelandfire.ch/" target="_blank">Messerwerferin und Feuerschluckerin</a> bei Arno Black gemacht und auch sie lebte mehrere Jahre lang im Wohnwagen in der Arlesheimer Zirkuskolonie. Das nur nebenbei.</p>
<p>Pantalone traf Arno Black nicht in persona im Literaturhaus, sondern auf einer CD. Er hat seine Lebensgeschichte aufgeschrieben und vorgelesen. Und das kann man jetzt hören. Pantalone ist begeistert und verleiht Arno Black ohne zu zögern den schwarzen Pantalone mit Melone: Diese Melange von Gauklerei und Literatur ist umwerfend: Kleine Geschichten, zirkusgerecht auf den Punkt gebracht, voller Ironie und Selbstironie, voller Menschenliebe und wunderbar authentisch gelesen. Das Hörbuch (&#8220;Der Baron der Gaukler&#8221;, Doppel-CD) kostet CHF 30.&#8211;. Erhältlich ist es bei <a href="mailto:riskladies@hotmail.com" target="_blank">Caronline Haerdi</a> im Café &#8220;Kafka am Strand&#8221; im Basler Literaturhaus. Wem das zu kompliziert ist, der oder die schreibe doch einfach ein Mail an pantalone@pantalone.ch, Pantalone wird dafür sorgen, dass die CD mit Rechnung geliefert wird. Gerne präsentiert Pantalone hier eine kleine Hörprobe:</p>

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		<title>0.002 Prozent Fake</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 16:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nidel007</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Redaktion des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS) entwickelt so etwas wie Humor. Sie hat erkannt, dass ein gewisses Quantum &#8220;Fake&#8221; heute in einem Lexikon sein muss, damit es ernst genommen wird. Die Redaktion hat das gewisse Quantum genau definiert: 1 Artikel von 36&#8217;000 darf Fake sein, das heisst: 0.002 Prozent. Und diesen Artikel dürfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Redaktion des <a href="http://www.hls-dhs-dss.ch/index.php" target="_blank">Historischen Lexikons der Schweiz</a> (HLS) entwickelt so etwas wie Humor. Sie hat erkannt, dass ein gewisses Quantum &#8220;Fake&#8221; heute in einem Lexikon sein muss, damit es ernst genommen wird. Die Redaktion hat das gewisse Quantum genau definiert: 1 Artikel von 36&#8217;000 darf Fake sein, das heisst: 0.002 Prozent. Und diesen Artikel dürfen Sie, liebe Leserin, lieber Leser selber schreiben. <a href="http://www.hls-dhs-dss.ch/redac/downloads/wettbewerb_teilnahmebedingungen.pdf?PHPSESSID=60e3de59cfdbf9f63f3da90dd8430e38">Hier sind die Rahmenbedingungen</a>. Mit ein &#8220;bisschen Glück&#8221; werden Sie zum offziellen HLS-Beschmutzer, der die restlichen 99.998 Prozent des Lexikons adelt. &#8211; Wenn da nur nicht noch andere Kuckuckseier dabei sind!</p>
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		<title>Die grossi Sunnegöttin</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 10:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[  Wieder einmal etwas Poetisches. Seit Aristoteles herrscht bei uns die Ansicht, Humor eigne sich nur zur Dastellung der minderen Themen (Komödie) und Gewichtiges müsse mit Tiefsinn behandelt werden (Tragödie). Eigenartigerweise sehen die Engländer das anders. Pantalone denkt zum Beispiel an Monty Python oder an Little Britain, wo er regelmässig über tiefernste Themen Tränen lacht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/sonne01.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-413" title="sonne" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/sonne01.jpg" alt="" width="333" height="250" /></a></td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Wieder einmal etwas Poetisches. Seit Aristoteles herrscht bei uns die Ansicht, Humor eigne sich nur zur Dastellung der minderen Themen (Komödie) und Gewichtiges müsse mit Tiefsinn behandelt werden (Tragödie). Eigenartigerweise sehen die Engländer das anders. Pantalone denkt zum Beispiel an <a href="http://pythonline.com/" target="_blank">Monty Python </a>oder an <a href="http://www.bbc.co.uk/comedy/littlebritain/" target="_blank">Little Britain</a>, wo er regelmässig über tiefernste Themen Tränen lacht. John Wrights Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FWhy-That-Funny-Practical-Exploration%2Fdp%2F1854597825%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1220005636%26sr%3D8-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Why is that so funny?</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> geht diesen Fragen auf den Grund. Pantalone ist begeistert davon und präsentiert hier als kleines Lockvögelchen seine baseldeutsche übersetzung eines Textes von John Wright, der von einem japanischen Text aus dem 8. Jahrhundert vor Christus inspiriert ist, dem <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FKojiki-Records-Classics-Japanese-Literature%2Fdp%2F0804836752%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1220005748%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Kojiki</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" />. Das Kojiki ist übrigens fast 400 Jahre älter als die <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FPoetik-Aristoteles%2Fdp%2F3150078288%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1220005857%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Poetik</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> des Aristoteles.</td>
<td> </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-411"></span><strong></strong></p>
<p>(Wenn Sie lieber auf Papier lesen, können Sie den Text hier als <a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/die_grossi_sunnegoettin.pdf" target="_blank">PDF-Dokument (50 KB)</a> herunterladen)</p>
<p><strong>Die grossi Sunnegöttin </strong></p>
<p>het mit ihrem Brueder g’händled.<br />
Si isch saumässig hässig<br />
und versteckt sich sich innere dunkle Höhli.<br />
Si schmollt still vor sich ane.</p>
<p>D Wält versinkt in Dunkelheit.</p>
<p>Do versammle sich die andere Götter<br />
im dämmerige Schiin<br />
vor em Iigang vo der Höhli<br />
und si rede uf d Sunnegöttin ine<br />
si söll doch wider useko.</p>
<p>Ei jungi Göttin regt sich <br />
ganz bsunders uf im Dunkle.<br />
Si nimmt än alte Brunnetrog<br />
wo vor der Höhli ligt<br />
und drüllt en um<br />
und macht so e kleini Bühni.</p>
<p>Si stoht druf und si stampft druf.</p>
<p>Die andere Götter höre dä Lärme.<br />
und kömme go luege, was los isch.<br />
Do fangt die jungi Göttin aa stämpfle<br />
und trötzle wie ne kleins Kind.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Immer mehr Götter kömme<br />
und stöhn um si umme und luege<br />
wie si schreit und stampft<br />
und schüümt vor Wuet.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Si stampft und stampft<br />
und us däm Stampfe wird<br />
ä verruckts kleins Tänzli.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Ihre Tanz wird jetzt<br />
zart und grazil.<br />
Und sie macht<br />
eleganti fiini Gümppli.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Und jetzt tanzt sie ebitz langsamer<br />
und ihr Lächle wird verspielt und kokett.</p>
<p>Und je mehr si tanzt<br />
desto mehr lacht si.<br />
Und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Do macht si ihre Kimono uf<br />
und loht s Siidetuech aberutsche.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Dr Kimono fallt uffe Bode<br />
und si wiegt ihre Körper hin und här.<br />
Und stolziert umenand und stampft<br />
und tanzt und gumpt.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Di jungi Göttin striichlet ihre Körper<br />
und die andere Götter fön a grööle.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Si stampft und ginggt<br />
und si haut sich sälber.</p>
<p>Und si risst sich ihri<br />
Bruschtwarzen use<br />
und hebt si wiit uffe in d Luft<br />
dass si alle gseht und<br />
s Bluet lauft an ihrne Ärm abe.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lachen au<br />
und si gröölen und grööle und grööle …</p>
<p>Tief unden in der Höhli<br />
ghört die schmollendi Sunnegöttin<br />
das Grööle.</p>
<p>Und vor luuter Angscht,<br />
si könnt öppis verpasse,<br />
schiesst si us der Höhli</p>
<p>Und d Wält isch wider häll belüchtet.</p>
<p>Es sei darauf hingewiesen, dass <a href="http://www.sacred-texts.com/shi/kj/kj023.htm" target="_blank">der alte japanische Text</a> (resp. die englische Übersetzung desselben) ziemlich anders tönt, als das, was Wright daraus gemacht hat. Streng philologisch gesehen ist das problematisch, aber Pantalone findet das Resultat trotzdem gut.</p>
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		</item>
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		<title>D Lugi-Königin</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 16:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Pantalone wurde gebeten, hier einen Link zur Geschichte &#8220;D Lugi-Königin&#8221; zu setzen. Er tut das, weil sein Sponsor die Geschichte geschrieben und gestern am lokalen Schulschlussessen zum besten gegeben hat. Was tut man nicht alles für einen Sponsor! Aber &#8211; Warnung! - ohne Carolina Mateos&#8217; atemberaubende Fiedel kommt die Geschichte doch ziemlich trocken daher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pantalone wurde gebeten, hier einen Link zur Geschichte <a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum01/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=80&amp;Itemid=139">&#8220;D Lugi-Königin&#8221;</a> zu setzen. Er tut das, weil sein Sponsor die Geschichte geschrieben und gestern am lokalen Schulschlussessen zum besten gegeben hat. Was tut man nicht alles für einen Sponsor! Aber &#8211; Warnung! - ohne Carolina Mateos&#8217; atemberaubende Fiedel kommt die Geschichte doch ziemlich trocken daher.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Gretchenfrage</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 08:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Tram]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal eine kleine Tramgeschichte: Junger Mann (A), beide Ohren verstöpselt, sitzt im Tram, Doppelsitz, rechter Platz. Wippt im Takt. Zweiter junger Mann (B) steigt zu, ebenfalls beide Ohren verstöpselt, setzt sich auf Einzelsitz neben A. Dazwischen leerer Raum. B Wippt ebenfalls im Takt. So sitzen sie eine Weile. Dann tippt A B auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal eine kleine Tramgeschichte: Junger Mann (A), beide Ohren verstöpselt, sitzt im Tram, Doppelsitz, rechter Platz. Wippt im Takt. Zweiter junger Mann (B) steigt zu, ebenfalls beide Ohren verstöpselt, setzt sich auf Einzelsitz neben A. Dazwischen leerer Raum. B Wippt ebenfalls im Takt. So sitzen sie eine Weile. Dann tippt A B auf die Schulter. <span id="more-199"></span></p>
<p>Gegenseitiger Gruss durch Hand erheben.</p>
<p>A fragt B, was er arbeitet. B sagt es.</p>
<p>B fragt A, was er arbeitet. A sagt es.</p>
<p>A nimmt linken Stöpsel aus Ohr, also den B abgewandten. B nimmt ebenfalls den A abgewandten Stöpsel aus dem Ohr.</p>
<p>Was hörst du? fragt A.</p>
<p>Gospel. sagt B.</p>
<p>Kirchengospel? fragt A.</p>
<p>Klar. sagt B.</p>
<p>Glaubst du an Gott? fragt A.</p>
<p>Du etwa nicht? fragt B.</p>
<p>Klar, doch. sagt A.</p>
<p>An der nächsten Station steigt B aus.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pantalones Gewissen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Aug 2006 22:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Tram]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum würde Pantalone im Tram nie schwarz fahren? Weil es verboten ist? Weil es peinlich wäre, erwischt zu werden? Weil es 80 bis 100 Franken kosten könnte? – Weit gefehlt! – Kürzlich zeigte ein Selbstversuch, dass es nicht die gesetzgeberischen Massnahmen sind, die Pantalone dazu veranlassen, eine Fahrkarte zu kaufen, sondern einzig und allein sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image101" title="maskep" alt="maskep" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2006/09/pantalone.gif" /></p>
<p>Warum würde Pantalone im Tram nie schwarz fahren? Weil es verboten ist? Weil es peinlich wäre, erwischt zu werden? Weil es 80 bis 100 Franken kosten könnte? – Weit gefehlt! – Kürzlich zeigte ein Selbstversuch, dass es nicht die gesetzgeberischen Massnahmen sind, die Pantalone dazu veranlassen, eine Fahrkarte zu kaufen, sondern einzig und allein sein persönliches Gewissen. Das kam so &#8230;</p>
<p><span id="more-84"></span>Familie Pantalone bestieg beim Theater Basel das Tram. Pantalone und Lelio hatten ein Abonnement, die Signora brauchte eine Einzelfahrkarte. Pantalone hatte das Münz dafür schon in der Hand. Leider konnte er – wahrscheinlich aufgrund der Bauarbeiten – nirgends einen Fahrkartenautomaten ausmachen. Und das Tram nach Venedig nahte. Familie Pantalone stieg ein, ohne Fahrkarte.</p>
<p>Der Signora und Lelio war das egal. Sie dachten aber, dieser gesetzlose Zustand könnte Pantalone vielleicht nervös machen. Deshalb schlug die Signora vor, Pantalone könnte bei der nächsten Station aussteigen und ihr ein Ticket besorgen, Lelio wollte die Türe blockierte, damit das Tram nicht davonfahren konnte. Pantalone zögerte, denn vielfältige Gedanken gingen durch seinen Kopf. Auf sich allein gestellt, hätte er ja anders gehandelt: Er wäre so lange durch die Stadt geirrt, bis er einen Fahrkartenautomaten gefunden hätte und wäre erst ins Tram nach Venedig gestiegen, wenn er eine Fahrkarte gehabt hätte. Ein Vorgehen, dem die Signora und Lelio – nicht nur angesichts des Regens und der Kälte – niemals zugestimmt hätten.</p>
<p>Aussteigen und eine Karte besorgen wollte Pantalone allerdings auch nicht. Einerseits fand er das peinlich und es konnte leicht zu einem Konflikt mit dem Fahrer führen, andererseits wäre es mit einer körperlichen Anstrengung verbunden gewesen, die er nicht auf sich nehmen wollte. – Und in diesem Moment nun sprach das Gewissen zu Pantalone. Es sagte: Nur keine übertriebenen Aktivitäten. Du hattest keine Möglichkeit eine Karte zu lösen. Euch fehlt zwar eine Fahrkarte, aber dennoch seid ihr im Recht.</p>
<p>Und damit verlor Pantalone jegliche Nervosität. Sein Gewissen sagte: Du bist im Recht! Und das hätte er auch jedem Kontrolleur gesagt. Und der Kontrolleur wäre im Unrecht gewesen. Und wenn er auf seinem Unrecht beharrt hätte, dann hätte ihm Pantalone auch die 80 Franken bezahlt und es wäre ihm überhaupt nicht peinlich gewesen. – Da er mit seinem Gewissen im Reinen war, hätte er es gut ausgehalten, mit einem Kontrolleur im Unreinen zu sein. Und so fuhr Familie Pantalone teilweise schwarz nach Venedig. – Ist nämlich immer noch ganz schön wichtig, das persönliche Gewissen …</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Gockelschrei</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Aug 2006 22:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[    Pantalone traf 1982 in Unterrabnitz im österreichischen Burgenland einen gewissen Jörg Jannings. Er war Leiter der Hörspielabteilung des RIAS Berlin, eine Leitfigur in der deutschsprachigen Hörspielszene. Er war, ist und bleibt der Neffe des grossen Schauspielers Emil Jannings. Dieser Emil Jannings war definitiv eine ganz grosse Nummer. Pantalone erinnert sich sehr gerne daran, wie er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<div style="text-align: center"><img id="image149" title="blauerengel.jpg" alt="blauerengel.jpg" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2007/04/blauerengel.jpg" /></div>
<p> </p>
<p>Pantalone traf 1982 in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unterrabnitz-Schwendgraben" target="_blank">Unterrabnitz</a> im österreichischen Burgenland einen gewissen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Jannings" target="_blank">Jörg Jannings</a>. Er war Leiter der Hörspielabteilung des RIAS Berlin, eine Leitfigur in der deutschsprachigen Hörspielszene. Er war, ist und bleibt der Neffe des grossen Schauspielers Emil Jannings. Dieser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Jannings" target="_blank">Emil Jannings</a> war definitiv eine ganz grosse Nummer. Pantalone erinnert sich sehr gerne daran, wie er im Film <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_blaue_Engel" target="_blank">Der blaue Engel</a> auf der Bühne einen Gockelschrei von sich gibt. Er spielt den schmuddeligen, alten Professor Unrath, der derart in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marlene_Dietrich" target="_blank">Marlene Dietrich</a> verliebt ist, dass er alle Hemmungen verliert. Dieser Gockelschrei ist ein wahrhaft pantalonischer Moment. Emil Jannings soll aber auch der erste Oskarpreisträger überhaupt sein.</p>
<p>Dieser Jörg Jannings, den Pantalone in Unterrabnitz traf, sagte natürlich nie, er sei der Neffe des grossen Emil Jannings - weil es ja alle Welt schon wusste. Hätte er es gesagt, hätte Pantalone erwidert: Und ich bin seine Reinkarnation. &#8211; Ups, das wusste bisher niemand.</p>
<p>Das Poster zum Film hat Pantalone fotografiert in der <font size="2">Theaterchuchi, im </font><a href="http://www.kinotheatercentral.ch/" target="_blank"><font size="2">Kino-Theater Central</font></a><font size="2">, Neuhausen.</font></p>
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