Archiv für die Kategorie: “Geschichten”

Wieder einmal eine kleine Tramgeschichte: Junger Mann (A), beide Ohren verstöpselt, sitzt im Tram, Doppelsitz, rechter Platz. Wippt im Takt. Zweiter junger Mann (B) steigt zu, ebenfalls beide Ohren verstöpselt, setzt sich auf Einzelsitz neben A. Dazwischen leerer Raum. B Wippt ebenfalls im Takt. So sitzen sie eine Weile. Dann tippt A B auf die Schulter. Den Rest des Eintrages lesen »

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maskep

Warum würde Pantalone im Tram nie schwarz fahren? Weil es verboten ist? Weil es peinlich wäre, erwischt zu werden? Weil es 80 bis 100 Franken kosten könnte? – Weit gefehlt! – Kürzlich zeigte ein Selbstversuch, dass es nicht die gesetzgeberischen Massnahmen sind, die Pantalone dazu veranlassen, eine Fahrkarte zu kaufen, sondern einzig und allein sein persönliches Gewissen. Das kam so …

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Pantalone traf 1982 in Unterrabnitz im österreichischen Burgenland einen gewissen Jörg Jannings. Er war Leiter der Hörspielabteilung des RIAS Berlin, eine Leitfigur in der deutschsprachigen Hörspielszene. Er war, ist und bleibt der Neffe des grossen Schauspielers Emil Jannings. Dieser Emil Jannings war definitiv eine ganz grosse Nummer. Pantalone erinnert sich sehr gerne daran, wie er im Film Der blaue Engel auf der Bühne einen Gockelschrei von sich gibt. Er spielt den schmuddeligen, alten Professor Unrath, der derart in Marlene Dietrich verliebt ist, dass er alle Hemmungen verliert. Dieser Gockelschrei ist ein wahrhaft pantalonischer Moment. Emil Jannings soll aber auch der erste Oskarpreisträger überhaupt sein.

Dieser Jörg Jannings, den Pantalone in Unterrabnitz traf, sagte natürlich nie, er sei der Neffe des grossen Emil Jannings - weil es ja alle Welt schon wusste. Hätte er es gesagt, hätte Pantalone erwidert: Und ich bin seine Reinkarnation. – Ups, das wusste bisher niemand.

Das Poster zum Film hat Pantalone fotografiert in der Theaterchuchi, im Kino-Theater Central, Neuhausen.

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Apropos Fussball-WM und apropos Wimbledon, eine kleine Geschichte: Es war Fussball-Europameisterschaft, der 4. Juli 2004, der Nachmittag vor dem Finalspiel (Portugal gegen Griechenland, 0:1). Herr und Frau Pantalone sassen in einem Pub in Edinburgh und tranken ein Bier. Ein netter Schotte setzte sich zu uns und begann mit uns zu plaudern. Bald fragte er uns, ob er uns zum Nachtessen einladen dürfe. Alle seine Freunde würden am Abend Fussball schauen und ihn interessiere das nicht. Er sehe, dass wir uns nichts aus Sport machten und er sei überzeugt, dass wir Fussball-Muffel seien. Wir nahmen die Einladung gerne an (Schotten sind gar nicht so geizig), denn er hatte recht, wir waren Muffel. Wir fragten ihn, wie er herausgefunden habe, dass wir uns nicht für Sport interessieren. Weil wir im Pub direkt unter dem Fernseher gesessen hätten, sagte er. Auf dem Fernseher habe Roger Federer gespielt und das ganze Lokal habe ihm zugesehen. Alle ausser uns. Es war der 4. Juli 2004: Federer hatte soeben im Wimbledon-Final Andy Roddick besiegt: 4-6 7-5 7-6 6-4. – Was immer das heissen mag!

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