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	<title>Pantalones Poetik &#187; Humor</title>
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		<title>Dylanologisches</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 09:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[gehört]]></category>

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		<description><![CDATA[Galalith-Pantalone mit Plektron für Syd Barrett, den Gründer von Pink Floyd. Er schrieb (wahrscheinlich 1963) ein herziges kleines Lied über Bob Dylan. Es wurde 1970 aufgenommen, vergessen, verloren, wieder gefunden und 2001 veröffentlicht: &#8220;The Bob Dylan Blues&#8221;. Keine Ahnung, was der Meister davon hält. Es interessiert ihn wahrscheinlich nicht. Pantalone staunt immer wieder, was der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Galalith-Pantalone mit Plektron für Syd Barrett, den Gründer von Pink Floyd. Er schrieb (wahrscheinlich 1963) ein herziges kleines Lied über Bob Dylan. Es wurde 1970 aufgenommen, vergessen, verloren, <span id="more-716"></span>wieder gefunden und 2001 veröffentlicht: &#8220;The Bob Dylan Blues&#8221;. Keine Ahnung, was der Meister davon hält. Es interessiert ihn wahrscheinlich nicht. Pantalone staunt immer wieder, was der für eine forcierte Ignoranz an den Tag legen kann. Zum Beispiel in diesem Interview, das er den vereinigten Strassenmagazinen gab, und das im &#8220;surprise&#8221; erschien: Er habe keine Ahnung, ob seine Enkel seine Songs hören &#8230;</p>
<p>
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</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bob_Dylan%27s_Blues" target="_blank">Hier geht&#8217;s zum wikipedischen Hintergrund.</a></p>
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		<title>Missionar in seichtem Gewässer</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 15:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>
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		<description><![CDATA[Charles Lewinsky: Pantalone wusste schon lange, dass er einer der besten Stilisten und Pointensetzer in Venedig ist. Misstrauisch machte aber die Tatsache, dass er sich gern in sehr seichten Gewässern tummelte (Er schrieb Sitcoms: &#8220;Fascht e Familie&#8221; unter anderem) und dass er eine Schlüsselfigur in der Zürcher Unterhaltungs-Oligarchie war. Aber er schrieb auch &#8220;Melnitz&#8221;. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Lewinsky: Pantalone wusste schon lange, dass er einer der besten Stilisten und Pointensetzer in Venedig ist. Misstrauisch machte aber die Tatsache, <span id="more-683"></span>dass er sich gern in sehr seichten Gewässern tummelte (Er schrieb Sitcoms: &#8220;Fascht e Familie&#8221; unter anderem) und dass er eine Schlüsselfigur in der Zürcher Unterhaltungs-Oligarchie war. Aber er schrieb auch &#8220;Melnitz&#8221;. Als er, bejubelt von Roger Köppel, einen Fortsetzungsroman für die Weltwoche zu schreiben begann, liess ihn Pantalone definitiv geistig fallen.</p>
<p>Nun ist er wieder ganz oben in Pantalones Achtung! -  Mit seinem Essay im Tages-Anzeiger <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Jetzt-muessen-wir-sogar-Koeppels-triumphierende-Ironie-schlucken/story/10202730" target="_blank">(&#8220;Ein Gespenst geht um in der Schweiz. Das Gespenst heisst Eidenbenz&#8221;</a>) vom 3. Dezember verdient er sich den Silbernen Pantalone mit Meerblick. Er hat in diesem Text ein grosses Coming-out: Er schrieb diesen Fortsetzungsroman &#8220;Doppelpass&#8221; mit dem Populismusopfer Eidenbenz für die Weltwoche in missionarischer Absicht, weil er sie für das Leibblatt aller Populismusopfer hält, und den Verleger und Chefredaktor Roger Köppel für ihren Oberdemagogen. Im Tages-Anzeiger greift Lewinsky seinen Verehrer Köppel frontal an. Wir warten gespannt auf die Replik.</p>
<p>Pantalone hofft, Andreas Thiel (mit seiner mageren Weltwoche-Kolumne), Beat Schlatter (mit seinem peinlichen Auftritt für Schweizer Fleisch) und Massimo Rocchi (mit seiner Rettungskampagne für Cablecom) führen Ähnliches im Schilde.</p>
<p>Aber nun wird Pantalone schon wieder nachdenklich: Ist dieser Essay womöglich nur eine hinterhältige Werbekampagne für Lewinskys Fortsetzungsroman &#8220;Doppelpass&#8221;, der in diesen Tagen auf den Markt kommt? &#8211; 57.45 Prozent finden den Roman wegen der Weltwoche gut, und die restlichen 42.55 Prozent nun wegen dieses Essays? &#8211; Nein, wir lassen Lewinsky den silbernen Pantalone und denken diesen Gedanken nicht zu Ende.</p>
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		<title>0.002 Prozent Fake</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 16:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nidel007</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Redaktion des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS) entwickelt so etwas wie Humor. Sie hat erkannt, dass ein gewisses Quantum &#8220;Fake&#8221; heute in einem Lexikon sein muss, damit es ernst genommen wird. Die Redaktion hat das gewisse Quantum genau definiert: 1 Artikel von 36&#8217;000 darf Fake sein, das heisst: 0.002 Prozent. Und diesen Artikel dürfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Redaktion des <a href="http://www.hls-dhs-dss.ch/index.php" target="_blank">Historischen Lexikons der Schweiz</a> (HLS) entwickelt so etwas wie Humor. Sie hat erkannt, dass ein gewisses Quantum &#8220;Fake&#8221; heute in einem Lexikon sein muss, damit es ernst genommen wird. Die Redaktion hat das gewisse Quantum genau definiert: 1 Artikel von 36&#8217;000 darf Fake sein, das heisst: 0.002 Prozent. Und diesen Artikel dürfen Sie, liebe Leserin, lieber Leser selber schreiben. <a href="http://www.hls-dhs-dss.ch/redac/downloads/wettbewerb_teilnahmebedingungen.pdf?PHPSESSID=60e3de59cfdbf9f63f3da90dd8430e38">Hier sind die Rahmenbedingungen</a>. Mit ein &#8220;bisschen Glück&#8221; werden Sie zum offziellen HLS-Beschmutzer, der die restlichen 99.998 Prozent des Lexikons adelt. &#8211; Wenn da nur nicht noch andere Kuckuckseier dabei sind!</p>
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		<title>Die grossi Sunnegöttin</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 10:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[  Wieder einmal etwas Poetisches. Seit Aristoteles herrscht bei uns die Ansicht, Humor eigne sich nur zur Dastellung der minderen Themen (Komödie) und Gewichtiges müsse mit Tiefsinn behandelt werden (Tragödie). Eigenartigerweise sehen die Engländer das anders. Pantalone denkt zum Beispiel an Monty Python oder an Little Britain, wo er regelmässig über tiefernste Themen Tränen lacht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/sonne01.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-413" title="sonne" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/sonne01.jpg" alt="" width="333" height="250" /></a></td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td>Wieder einmal etwas Poetisches. Seit Aristoteles herrscht bei uns die Ansicht, Humor eigne sich nur zur Dastellung der minderen Themen (Komödie) und Gewichtiges müsse mit Tiefsinn behandelt werden (Tragödie). Eigenartigerweise sehen die Engländer das anders. Pantalone denkt zum Beispiel an <a href="http://pythonline.com/" target="_blank">Monty Python </a>oder an <a href="http://www.bbc.co.uk/comedy/littlebritain/" target="_blank">Little Britain</a>, wo er regelmässig über tiefernste Themen Tränen lacht. John Wrights Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FWhy-That-Funny-Practical-Exploration%2Fdp%2F1854597825%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1220005636%26sr%3D8-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Why is that so funny?</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> geht diesen Fragen auf den Grund. Pantalone ist begeistert davon und präsentiert hier als kleines Lockvögelchen seine baseldeutsche übersetzung eines Textes von John Wright, der von einem japanischen Text aus dem 8. Jahrhundert vor Christus inspiriert ist, dem <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FKojiki-Records-Classics-Japanese-Literature%2Fdp%2F0804836752%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1220005748%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Kojiki</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" />. Das Kojiki ist übrigens fast 400 Jahre älter als die <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FPoetik-Aristoteles%2Fdp%2F3150078288%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1220005857%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=textundmedia-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Poetik</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=textundmedia-21&amp;l=ur2&amp;o=3" border="0" alt="" width="1" height="1" /> des Aristoteles.</td>
<td> </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-411"></span><strong></strong></p>
<p>(Wenn Sie lieber auf Papier lesen, können Sie den Text hier als <a href="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/die_grossi_sunnegoettin.pdf" target="_blank">PDF-Dokument (50 KB)</a> herunterladen)</p>
<p><strong>Die grossi Sunnegöttin </strong></p>
<p>het mit ihrem Brueder g’händled.<br />
Si isch saumässig hässig<br />
und versteckt sich sich innere dunkle Höhli.<br />
Si schmollt still vor sich ane.</p>
<p>D Wält versinkt in Dunkelheit.</p>
<p>Do versammle sich die andere Götter<br />
im dämmerige Schiin<br />
vor em Iigang vo der Höhli<br />
und si rede uf d Sunnegöttin ine<br />
si söll doch wider useko.</p>
<p>Ei jungi Göttin regt sich <br />
ganz bsunders uf im Dunkle.<br />
Si nimmt än alte Brunnetrog<br />
wo vor der Höhli ligt<br />
und drüllt en um<br />
und macht so e kleini Bühni.</p>
<p>Si stoht druf und si stampft druf.</p>
<p>Die andere Götter höre dä Lärme.<br />
und kömme go luege, was los isch.<br />
Do fangt die jungi Göttin aa stämpfle<br />
und trötzle wie ne kleins Kind.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Immer mehr Götter kömme<br />
und stöhn um si umme und luege<br />
wie si schreit und stampft<br />
und schüümt vor Wuet.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Si stampft und stampft<br />
und us däm Stampfe wird<br />
ä verruckts kleins Tänzli.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Ihre Tanz wird jetzt<br />
zart und grazil.<br />
Und sie macht<br />
eleganti fiini Gümppli.</p>
<p>Si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Und jetzt tanzt sie ebitz langsamer<br />
und ihr Lächle wird verspielt und kokett.</p>
<p>Und je mehr si tanzt<br />
desto mehr lacht si.<br />
Und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Do macht si ihre Kimono uf<br />
und loht s Siidetuech aberutsche.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Dr Kimono fallt uffe Bode<br />
und si wiegt ihre Körper hin und här.<br />
Und stolziert umenand und stampft<br />
und tanzt und gumpt.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Di jungi Göttin striichlet ihre Körper<br />
und die andere Götter fön a grööle.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lache au,<br />
und alli wänn mehr.</p>
<p>Si stampft und ginggt<br />
und si haut sich sälber.</p>
<p>Und si risst sich ihri<br />
Bruschtwarzen use<br />
und hebt si wiit uffe in d Luft<br />
dass si alle gseht und<br />
s Bluet lauft an ihrne Ärm abe.</p>
<p>Und si lacht<br />
und die andere lachen au<br />
und si gröölen und grööle und grööle …</p>
<p>Tief unden in der Höhli<br />
ghört die schmollendi Sunnegöttin<br />
das Grööle.</p>
<p>Und vor luuter Angscht,<br />
si könnt öppis verpasse,<br />
schiesst si us der Höhli</p>
<p>Und d Wält isch wider häll belüchtet.</p>
<p>Es sei darauf hingewiesen, dass <a href="http://www.sacred-texts.com/shi/kj/kj023.htm" target="_blank">der alte japanische Text</a> (resp. die englische Übersetzung desselben) ziemlich anders tönt, als das, was Wright daraus gemacht hat. Streng philologisch gesehen ist das problematisch, aber Pantalone findet das Resultat trotzdem gut.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Anschwärzen</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Sep 2006 23:58:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pantalone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Pantalone redet nie schlecht über Abwesende. Wenn er in einer Tischrunde eine Person anschwärzen will, dann redet er so lange gut über die Person, bis es auch ihren besten Freunden zu viel wird, und dann lässt er sich so lange widersprechen, bis die Person genug angeschwärzt ist. So funktioniert Ironie. Ironie sagt das Gegenteil dessen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><img id="image99" title="maskec" alt="maskec" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2006/09/colombina1.gif" /></p>
<p align="left">Pantalone redet nie schlecht über Abwesende. Wenn er in einer Tischrunde eine Person anschwärzen will, dann redet er so lange gut über die Person, bis es auch ihren besten Freunden zu viel wird, und dann lässt er sich so lange widersprechen, bis die Person genug angeschwärzt ist. So funktioniert Ironie.</p>
<p><span id="more-106"></span>Ironie sagt das Gegenteil dessen, was sie meint. Sie sagt es mit solcher Inbrunst und so lange, bis das Publikum innerlich zu widersprechen beginnt. Ein Stammtisch mit einem Tabaklobbyisten, mit einer Alkohollobbyistin und mit einem Lobbyisten der Handfeuerwaffenhersteller hat zweifellos grosses ironisches Potential. Der Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0427944/" target="_blank"><em>Thank you for Smoking</em></a> scheint beim Basler Publikum aber nicht so gut anzukommen, er läuft nur einmal täglich in einem kleinen Kino. Für Pantalone ist der Film ein satirisches Meisterwerk.</p>
<p>Die Satirikerin und der Satiriker sind Menschen mit Sendungsbewusstsein. Da sie wissen, dass ihr Sendungsbewusstsein schlecht ankommen und letztlich ihre Mission gefährden kann, tun sie so, als ob sie kein Sendungsbewusstsein hätten. Satire oszilliert zwischen Sendungsbewusstsein und Nihilismus. Müsste Pantalone in einem Satz sagen, worum&#8217;s in <em>Thank you for Smoking</em> geht, würde er sagen: <em>Sei vorsichtig, wenn einer aufsteht und die Wahrheit verkündigt</em>. Pantalone erinnert sich in diesem Zusammenhang an den Buchtitel: <em>Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners</em>. Das Buch enthält ein Gespräch, das Bernhard Pörksen mit Heinz von Foerster geführt hat.</p>
<p align="center"><a href="http://www.univie.ac.at/heinz-von-foerster-archive/index.htm" target="_blank"><img id="image107" title="vf" alt="vf" src="http://www.seiberth.ch/cgi-bin/tum/wordpress/wp-content/uploads/2006/09/heinzvonfoerster.bmp" /></a></p>
<p>                              </p>
<p>Gäbe es einen goldenen Ehren-Pantalone, <a href="http://www.univie.ac.at/heinz-von-foerster-archive/index.htm" target="_blank">Heinz von Foerster</a> würde als erster damit ausgezeichnet. Er starb 2002, 91-jährig, und er hat bis ins höchste Alter immer wieder Neues angezettelt. Den goldenen Ehren-Pantalone würde er für den Satz erhalten: <em>Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten grösser wird</em>.  &#8211; Der Satz irritiert, weil wir die Erfahrung machen, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten mit fortschreitender Zeit immer kleiner wird, was uns (vor allem im Alter) sehr beengt. Wenn wir uns bemühen, nach von Foersters Satz zu handeln, können wir diese Enge aufbrechen. Das ist doch extrem pantalonisch!</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FWahrheit-Erfindung-L%25fcgners-Gespr%25e4che-Skeptiker%2Fdp%2F3896702149%2Fsr%3D8-1%2Fqid%3D1159352145%2Fref%3Dsr%5F1%5F1%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks&#038;tag=textundmedia-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742" target="_blank"><em>Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners</em> bei Amazon.</a></p>
]]></content:encoded>
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